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So beglückwünschen Limmattaler ihre Mütter zum Muttertag

Sandro Zimmerli
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Alles Gute zum Muttertag!

Alles Gute zum Muttertag!

Am Anfang stand ein Wunsch. Mütter müssten dringend mehr gewürdigt werden, fand Ann Maria Reeves Jarvis. Selber hatte die Gattin eines Methodistenpriesters aus West Virgina elf Kinder zur Welt gebracht. Eines davon war Anna Jarvis. Von klein auf bekam das Mädchen mit, wie sich seine Mutter in Kirche und Gemeinde engagierte. Unter anderem organisierte sie sogenannte «Mothers Day Meetings», an denen sich Frauen über aktuelle Probleme austauschten. Trotz des grossen Einsatzes ging der Wunsch nach einem Gedenktag für Mütter bis zu ihrem Tod 1905 nicht in Erfüllung.

Adrian Sutter, Pfarradministrator in St. Agatha und St. Josef in Dietikon «Liebe Mammä, Deine positive und aktive Lebensart ist bewundernswert. Wie Du mit schwierigen Menschen und herausfordernden Situationen und verletzenden Ereignissen umgegangen bist, ist für mich inspirierend und beispielhaft. Dich als Mutter zu haben, ist für mich eine Segenserfahrung! Im Bild: Adrian Sutter mit seiner Mutter Rita-Maria
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Sarah Heldner «Liebe Mama, ich weiss Du bist vielbeschäftigt… und doch findest Du Zeit für meine drei Kinder, wenn ich mal wieder kurzfristig selber etwas erledigen muss – oder einfach einen Augenblick der Hektik entfliehen will. Danke für deine Flexibilität, danke für alles!»
Rolf Sommer, Schauspieler aus Schlieren «Liebes Mammi, weisst Du eigentlich, wie cool Du bist? Ich meine nicht diese aufgesetzte Rapper-Coolness. Nein, Du hast Deine ureigene, fröhliche Gelassenheit allen Menschen gegenüber. Wo Du hinkommst, geht die Sonne auf. Als ich Dir anvertraute, dass ich schwul bin, sagtest Du, das hättest Du Dir schon gedacht. Als ich Dir sagte, dass ich Schauspieler werden möchte, sagtest Du: ‹Endlich merkst Du’s.› Und Dein Zitat ‹Jedes eso wiä’s mecht› ist in meinem Freundeskreis ein geflügeltes Wort. Ich liebe Dich!»
Vanja Crnojevic, Flüchtlingshelferin aus Schlieren «Mama, Du bist meine Heldin. Ein Kind wie mich zu haben, ist sehr oft anstrengend, aber manchmal auch unerträglich. Ich verstehe Deine Sorge, Deine Angst, aber ich spüre auch Deine Liebe und vor allem Deine Unterstützung. Ohne Dich wären meine Flügel geschlossen geblieben. Du bist der Grund für mein Glück und bist wohl auch meine Bremse, die ich manchmal brauche. Danke ist nicht genug, ich liebe Dich zu wenig, Mama Mira, Du bist meine Heldin, mein Super Hero!»
Martin Romer, Gemeinderatspräsident in Dietikon (FDP) «‹Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mutter!›, sagt ein Arabisches Sprichwort. Danke, ‹Mämsi›, was Du für uns geleistet hast – selbstlos, stark und mit viel, viel Liebe. Was wir Gutes in uns tragen – wie wir heute durch unser eigenes Leben geh’n. Hast Du uns gelehrt mit Selbstdisziplin und Strenge – dies gibt die Kraft im Alltagsgetriebe. Du fehlst bis heute, Ersatz gab’s keinen – Mämsi aufs dereinstige Wiedersehn!» (Martin Romers Mutter verstarb am 22. 8. 2010. Von ihren Kindern wurde sie «Mämsi» genannt.)
Aurora Sorbello, Wallisellen «Liebes Mami, ich habe Dich lieb. Obwohl, das sage ich ihr auch sonst. Sie war ein sehr positiver Mensch und hat mir immer Mut gemacht. Momentan geht es ihr leider nicht so gut. Eine Erinnerung an sie, die mir blieb, sind unsere gemeinsamen Shopping-Tage. Die fand ich immer sehr schön, sogar dann, wenn im Shoppi Tivoli höchster Besucherandrang herrschte.»
Axel Collet (17), Dietikon «Mama, ich wünschte, ich könnte Dein Lachen wieder einmal sehen. Hoffentlich wirst Du wieder fröhlich, sobald Du deine Träume verwirklichen kannst. In Zukunft könnten wir zwei ja mal wieder zusammen in die Ferien gehen. Das wäre schön. Mein Ritual am Muttertag? Ich bringe meiner Mutter Blumen nach Hause, und zwar die schönsten, die ich finden kann. Sie erwartet das nicht und ist dann jeweils ganz überrascht.»
Philipp Müller, FDP-Gemeinderat in Dietikon, auch im Namen seiner Brüder «Wir danken dem besten Mami dafür, dass Du uns liebevoll erzogen hast und auch heute immer für uns da bist. Früher hast Du uns beim Essen jeweils dazu ‹gezwungen›, auch ungeliebte Speisen – es war fast ausschliesslich Gemüse – wenigstens zu probieren. Auch wenn das früher unvorstellbar gewesen wäre, möchten wir uns heute auch dafür bei Dir bedanken. Wir umarmen Dich, Deine Söhne Dominic, Raphael und Philipp.» Im Bild: Doris Müller-Fritschi und ihre Söhne
Felicitas Van Dyck, Stallikon «Ich möchte meiner Mutter mal sagen, dass ich nicht nur Schlimmes von ihr geerbt habe, obwohl ich oft das Gegenteil behaupte. Das Emotionalsein und das logische Denken habe ich von ihr. Dafür bin ich ihr dankbar. Was für eine gute Mutter sie ist, sah ich zum Beispiel, als sie mit mir an ein Konzert ging, obwohl sie die Musik da gar nicht mochte.»
Elio Frapolli, Hotelier in Dietikon «Mia Mamma, danke Dir ganz herzlich, dass Du bei meiner Geburt dabei warst. Hätte mir keine bessere Lebensbegleiterin aussuchen können. Mit Dir z choche, macht immer no mächtig Spass und freu mi scho uf die nächschte Wiehnachte daheim im Tessin, wie immer mit emene Glas Merlot i de Hand ...»
Rebekka Stotz, Kletterin aus Urdorf, ehemalige Schweizer Boulder- und Lead-Meisterin «Zuerst einmal, dass ich Dich unendlich lieb habe und wie sehr ich Deine Unterstützung schätze und dankbar bin, dass Du jederzeit für mich da bist. Dann, wie sehr mich Deine Geduld, Stärke sowie Wille und Ehrgeiz im Leben beeindrucken.»
Stefan Baier, Theatermacher aus Dietikon «Meine Mutter feierte diese Woche ihren 82. Geburtstag und ist seit 60 Jahren mit meinem Vater verheiratet. Ein grosser Tag für die beiden. Für meine Mama habe ich ein Lied geschrieben: Chum a mi Tisch es git chli Chäs chli Brot und chli Wy Chum a mi Tisch Ig schänke es Glas Wasser derzue i Chum a mi Tisch und verzell mir wie’s als Meitli bi dir isch gsi Chum a mi Tisch, Mama Chum a mi Tisch Chum a mi Tisch was geschter isch gsi isch verbi Chum a mi Tisch mir wei in Friede chli zämä si Chum a mi Tisch, Mama Chum a mi Tisch Chum a mi Tisch mir wänd’s zämä chli lustig ha Chum a mi Tisch mir wei d’Sorge mit em Wind la ga Chum a mi Tisch und los dir das chline Liedli da a Chum a mi Tisch, Mama Chum a mi Tisch Chum a mi Tisch Zyt mi dir geit gäng so schnäll verbi Chum a mi Tisch ig hoffe, es isch no lang nid s’leschte Mol gsi Chum a mi Tisch es git chli Chäs chli Brot und chli Wy Chum a mi Tisch, Mama Chum a mi Tisch»

Adrian Sutter, Pfarradministrator in St. Agatha und St. Josef in Dietikon «Liebe Mammä, Deine positive und aktive Lebensart ist bewundernswert. Wie Du mit schwierigen Menschen und herausfordernden Situationen und verletzenden Ereignissen umgegangen bist, ist für mich inspirierend und beispielhaft. Dich als Mutter zu haben, ist für mich eine Segenserfahrung! Im Bild: Adrian Sutter mit seiner Mutter Rita-Maria

Schweiz am Wochenende

Das Engagement von Ann Maria Reeves Jarvis blieb jedoch nicht folgenlos. Ihre Tochter Anna organisierte 1907 ein Memorial Mothers Day Meeting im Andenken an ihre Mutter. Ein Jahr später rief sie zu einem generellen Gedenktag für Mütter auf, schrieb Hunderte von Briefen, hielt unzählige Reden und sandte tausend Nelken nach Grafton, wo ihre Mutter begraben war. Ihre Kampagne trug Früchte. Bereits 1909 begingen 45 Bundesstaaten den «Mothers Day». Die Menschen steckten sich Nelken ans Revers, um ihren Müttern zu huldigen. 1914 erklärte schliesslich der amerikanische Präsident Woodrow Wilson den zweiten Mai-Sonntag offiziell zum nationalen Mutterfeiertag. Blumenhändler griffen die Idee auf und stellten Bouquets zusammen. Geschenke wurden gemacht. Das ursprüngliche Ansinnen von Jarvis geriet mehr und mehr in den Hintergrund. Der Tag der Mütter wurde kommerzialisiert. Dank Reisenden schwappte die Idee bald auch nach Europa über.

Anna Jarvis ihrerseits zeigte sich zusehends verärgert über den Kommerz rund um den Muttertag und hätte ihn am liebsten wieder abgeschafft. Wegen der Störung einer Muttertagsfeier musste sie gar ins Gefängnis. Anna Jarvis verstarb 1948 einsam und verarmt im Alter von 84 Jahren in einem Pflegeheim.

Muttertag im Limmattal: Am Sonntag um 10 Uhr gibt die Stadtjugendmusik Dietikon auf dem Kirchplatz ein Muttertagskonzert. Morgen spielt die Harmonie Urdorf um 10.45 Uhr auf der Piazza beim Zentrum Spitzacker. In Aesch ladet die Familie Stalder in der Eggweid von 10–17 Uhr zu einem Muttertagsbrunch.