Handball
SG Dietikon-Urdorf verliert wegen mangelnder Abstimmung gegen die Albis Foxes

Die SG Dietikon-Urdorf verliert gegen GC Amicitia Albis Foxes mit 24:34. Zur Niederlage führten laut Trainer die mangelhafte Abstimmung im Team und die daraus resultierenden technischen Fehler.

Michel Sutter
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michel sutter (msu)

Die Szene war typisch für dieses Spiel. Eine Sekunde vor dem Ende der Partie zwischen der SG Dietikon-Urdorf und den GC Amicitia Albis Foxes waren die Limmattaler im Angriff. Diesen schloss Colin Moser mit einem Schuss ab, doch er scheiterte am gegnerischen Torhüter Patrick Bär.

Mosers missglückter Versuch war nur einer von vielen Fehlwürfen, die sich beide Mannschaften leisteten. Und dennoch zeigten sich die Albis Foxes vor allem in der zweiten Hälfte treffsicherer als Dietikon-Urdorf, das in diesem Spielabschnitt gegen den routinierten Gegner überfordert wirkte. «Wir waren im Kopf nicht bereit», meinte Dietikon-Urdorf-Trainer Jan Sedlacek nach der Partie. «Die Jungs hatten es nach dem Spiel vor einer Woche wohl etwas zu locker genommen.»

Das Spiel vor dem Duell gegen die Albis Foxes hatten die Limmattaler gegen Grün-Weiss Effretikon bestritten – und gewonnen, wie schon die Partie zum Auftakt der Saison, als die Limmattaler gegen denselben Gegner antraten. Nur: Effretikon ist auf diese Saison hin in die 2. Liga aufgestiegen.

Auch deshalb mochte Sedlacek den beiden Erfolgen keine allzu grosse Bedeutung beimessen, zumal die Limmattaler nach dem Auftaktsieg schon im zweiten Spiel die erste Niederlage hinnehmen mussten – gegen Yellow Winterthur. «Das sind alte Hasen im Handball», sagte Sedlacek über die Winterthurer. «Gegen eine solche Mannschaft reicht es für uns noch nicht.» Dasselbe gelte für die Albis Foxes: «Die haben Spieler mit Nationalliga-A- und Nationalliga-B-Erfahrung in ihren Reihen. Unsere Mannschaft dagegen ist noch sehr jung und unerfahren.»

Damit spielte Sedlacek auf den personellen Umbruch an, den die Verantwortlichen von Dietikon-Urdorf nach dem Abstieg aus der 1. Liga in der vergangenen Saison vollzogen haben. Ein Schritt, der nicht ohne Risiko ist, denn die jungen Akteure haben entsprechend weniger Erfahrung auf diesem Niveau. «Auch die Abläufe müssen noch abgestimmt werden», sagte Sedlacek. Das, so der Trainer, wäre eigentlich bis vor Saisonbeginn vorgesehen gewesen. «Aber da einige Spieler während der Vorbereitung fehlten, müssen wir das jetzt nachholen.»

Die mangelhafte Abstimmung sei mitunter ein Grund gewesen, warum seine Mannschaft gegen die Albis Foxes auffällig viele technische Fehler beging. Überhaupt habe man zu ängstlich agiert. «Selbstvertrauen ist für uns momentan ein Fremdwort», so Sedlaceks bittere Erkenntnis. «Am Ende können wir froh sein, nur mit zehn Toren Unterschied verloren zu haben.»

Mit Küsnacht wartet nächste Woche ein weiterer schwieriger Gegner.