Werden die Tage wieder kürzer und kälter, steht schon bald Weihnachten bevor. Und damit kommt auch die Zeit der Kerzen, denn zum Weihnachtsfest gehören diese einfach dazu. Um am schönsten sind Kerzen immer noch, wenn sie selbst gemacht sind. Daher versammelten sich diese Woche an einem Abend, wie jedes Jahr im November und Dezember in der ganzen Schweiz, etwa zehn Kinder im Zivilschutzraum der Gemeinde Bergdietikon zum gemeinsamen Kerzenziehen.

Organisiert wird die Veranstaltung, die bereits seit 37 Jahren stattfindet, von den Landfrauen, einem Verein, der sich in der Gemeinde für die Pflege der Gemeinschaft und den Erhalt von Kultur und Tradition einsetzt. Das Kerzenziehen leitet Zvezdana Nipkow mit zehn anderen Landfrauen.

Pro Jahr etwa 230 Kinder

Über die grosse Nachfrage, die über all die Jahre bestehen blieb, freut sie sich sehr. «Jedes Jahr besuchen etwa 230 Kinder das Kerzenziehen, das während zweier Wochen durchgeführt wird. Viele Kinder kommen sogar mehrere Male zu uns zum Kerzenziehen.» Am Tag kämen jeweils die Schulklassen, – es nehmen alle daran teil – am Abend ist die Veranstaltung dann für alle offen.

Mit ihrem Engagement möchten die Landfrauen auch den Asylsuchenden in der Gemeinde Gutes tun. «Die Kinder zahlen einen kleinen Betrag für die Ausrüstung und den Wachs, die wir ihnen beim Kerzenziehen zur Verfügung stellen», sagt Nipkow. Aus diesem Erlös werden dann die asylsuchenden Familien in Bergdietikon zu einem Tagesausflug eingeladen.