Oberengstringen
Schüler stellen begeistert ihre selbstgemachten Projekte vor

Sechs Monate lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Oberengstringen an einem von ihnen ausgesuchten Projekt. Den Höhepunkt des Projektunterrichts bildete die Ausstellung im Singsaal des Schulhauses Allmend.

Lulu Shi
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Melanie Bühler und Sarah Benanane mit Tisch.

Melanie Bühler und Sarah Benanane mit Tisch.

Melanie Bühler und Sarah Benanane nutzten die Gelegenheit des Projektunterrichts, um einen Nachttisch zu entwerfen. «Wir dachten, dass es cool wäre, etwas zu haben, worin man alles Nötige verstauen kann. So muss man in der Nacht nicht aufstehen.» Begeistert von ihrer Idee machten sich die beiden Freundinnen an die Umsetzung. In den folgenden Monaten wurde geplant, eingekauft, gemessen und gebastelt. Um sich Expertenrat im Bereich Design einzuholen, führten die beiden 15-Jährigen auch ein Interview mit einer Inneneinrichtungsberaterin. «Wir konnten so viel von ihr lernen. Sie hat uns auf Dinge hingewiesen, die uns vorher gar nicht bewusst waren.»

Stolz darauf, mit eigenen Händen etwas geschaffen zu haben, freuten sie sich auf den Präsentationsabend. Doch drei Stunden vor der Ausstellung ging der Nachttisch kaputt. Wegen einer verkehrten Schraube steckte die Schublade fest. Zum Glück konnten sie mit-hilfe ihres Lehrers den Fehler in letzter Sekunde doch noch beheben.

Marco Schmid mit seinem Modellhaus.

Marco Schmid mit seinem Modellhaus.

Beim Projekt konnte Marco seine Kreativität voll ausleben. Nicht immer gelang alles auf dem ersten Schlag, vieles musste ausprobiert werden. Und die Idee, ein Miniatur-Gewächshaus neben dem Haus zu bauen, kam erst während der letzten zwei Wochen; doch dafür habe er seine Freizeit gerne geopfert, meinte der 15-Jährige. Gelernt habe er vieles: «Ich habe gemerkt, dass ich unter Zeitdruck gut arbeiten kann. Ausserdem habe ich gelernt, wie man mit Stress umgeht, und dass es viel Ausdauer für eine gute Arbeit braucht».

Leonardo Mutter, Sascha Heuer und ihr Auto.

Leonardo Mutter, Sascha Heuer und ihr Auto.

Die Zusammenarbeit war nicht immer einfach: «Hie und da hatten wir Kommunikationsprobleme, kleinere Auseinandersetzungen. Die Arbeitsaufteilung war nicht immer klar. Und dann war das Auto einmal defekt, und wir gerieten unter Zeitdruck.» Doch letztlich haben die beiden gelernt, im Team zu arbeiten, zu kommunizieren und zu planen. So werden sie vielleicht doch noch ihr eigenes Rennauto bauen können.