Der Geruch von Farbe hängt noch in der Luft und die Hitze der vergangenen Tage hat sich in den Gängen angestaut. Zahlreich strömten die Besucher ins Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker (AGZ) in Dietikon.

Gestern Nachmittag fand im Rahmen der Wiedereröffnung ein Tag der offenen Tür statt. Gesamtleiter des Zentrums, Christoph Schwemmer begrüsste die Gäste. «Diese Wiedereröffnung ist ein Meilenstein in der Geschichte des Ruggackers», sagt er. Sie hätten mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Besucher an diesem Tag die Räumlichkeiten besichtigen können. «Noch heute Morgen haben die Maler ihre letzten Arbeiten verrichtet», verrät er schmunzelnd.

Noch Wohnungen frei

Niemand lässt es sich nehmen, in eines der neuen Zimmer zu blicken. «Ich will ja schliesslich wissen, wo meine Steuergelder hingeflossen sind», sagt Ernst Hofer aus Dietikon.

Eingeweiht wurde nicht nur das sanierte Pflegezentrum, sondern auch die Seniorenresidenz, die 27 altersgerechte 1-Zimmer-Studios und 14 2-Zimmer-Studios beherbergt. Die Wohnungen sind bereits zu zwei Dritteln vermietet und werden im Oktober bezogen, sagt Schwemmer.

Am Montag dürfen die 69 Bewohner des Zentrums dann in ihre neuen Zimmer umsiedeln. Während der Zeit der Sanierung waren sie in der Seniorenresidenz einquartiert. Daniel Wenger, Leiter des Zivilschutzes Dietikon, koordiniert den Umzug. Man müsse vor allem darauf achten, sich dem Tempo der Betagten anzupassen, sagt er.

Neues Zuhause

In ihr neues Zuhause umsiedeln dürfen auch Edwin und Anna Bachofen. Gestern bewunderten die beiden den Ausblick in ihrem Zimmer. «Mir gefällt die Aussicht sehr gut, da kann ich wenigstens die Autos zählen», sagte Edwin Bachofen schmunzelnd.

Die neuen Zimmer stossen auch bei einer Gruppe von freiwilligen Helferinnen des AGZ auf Anklang. Eine von ihnen meint: «Der Umbau ist schön geworden. Am besten gefällt mir die Terrasse. Die Aussicht ist herrlich.» Nur die Einzelzimmer seien etwas zu klein, sagt eine Andere.

Neben der Besichtigung der Zimmer gab es gestern im «Ruggacker« auch Informationsveranstaltungen sowie kulinarische Genüsse. Wer wollte, konnte etwas über die Pflege und Betreuung von Demenzkranken lernen. Andere liessen sich mit Leckereien aus der AGZ- Küche verwöhnen.