Schlieren
Schlieren: Keine Lösung für Fussgänger bei Mülligen in Sicht

Die Stadt Schlieren ist sich bewusst, dass die Fussgängersituation nicht optimal ist – weil die Zürcherstrasse aber eine Kantonsstrass ist, sind der Stadt die Hände gebunden.

Florian Niedermann
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Fussgänger nutzen diese Unterführung bei Mülligen kaum. fni

Fussgänger nutzen diese Unterführung bei Mülligen kaum. fni

«Uns ist bewusst, dass die Fussgängersituation bei Mülligen nicht optimal ist», sagt Sicherheitsvorstand Markus Bärtschiger (SP). Da die Zürcherstrasse eine Kantonsstrasse sei, habe man vonseiten der Stadt jedoch kaum Möglichkeiten, an diesem Umstand etwas zu ändern.

Mit diesen Äusserungen reagiert er auf einen Leserbrief der Gemeinderätin Gaby Niederer (QV), in welchem sie darauf hinwies, dass auf der Höhe der Bushaltestelle Mülligen viele Fussgänger die Strasse queren würden, indem sie über die stark befahrene Fahrbahn eilten, statt die vorhandene Unterführung zu nut-zen (die az Limmattaler Zeitung berichtete).

Vorstoss hat kaum Chancen

Den Grund für das riskante Verhalten der Fussgänger sieht Niederer im «unwirtlichen» Zustand der Unterführung: «Die Situation an dieser Stelle ist zu gefährlich», erklärte Niederer. Sie fordert deshalb, dass ein Fussgängerstreifen mit Ampelanlage installiert werde. Bis der Kanton in dieser Sache etwas unternimmt, könnten allerdings noch Jahre vergehen. «Beim Amt für Verkehr stellt man sich auf den Standpunkt, dass Strassenquerungen für Fussgänger im Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn grundsätzlich angegangen würden», erklärt Bärtschiger.

Gemeinderat Dominik Ritzmann (Grüne) dauert die Zeit zur voraussichtlichen Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Jahr 2018 zu lange. «Eine Lösung für eine sichere Strassenquerung muss schneller gefunden werden», sagt Ritzmann. Um eine solche herbeizuführen, werde er sich deshalb in Kürze mit einem politischen Vorstoss an den Stadtrat richten.

Bärtschiger glaubt allerdings nicht daran, dass sich der Kanton vom Stadtrat dazu bewegen lässt, aktiv zu werden: «Zumal bei Mülligen noch keine Unfälle mit querenden Fussgängern passiert sind, sieht der Kanton wohl auch keinen Anlass, etwas zu unternehmen», so Bärtschiger.