Alle Jahre wieder: Wenn die Weihnachtszeit beginnt, denken viele automatisch an die Bescherung. Sei es an das Päckli unter dem Tannenbaum oder an die kleine Aufmerksamkeit für die Gastgeber – das Schenken ist fester Bestandteil der hiesigen Gesellschaft. Dennoch kann im Weihnachtstrubel die Ideenquelle oft versiegen – wer soll was erhalten?

Dabei muss nicht jedes Präsent für die Ewigkeit halten: Statt des selbst gestrickten Pullis, der womöglich zu gross ist, oder statt des Buches, das auf der ersten Seite schon langweilt, schwören viele auf konsumierbare Spezialitäten. Sie machen Freude, erhellen das Gemüt und werden bestimmt nicht in der Schublade verstauben.

Es muss aber nicht der extra importierte Kaviar oder der mit Goldpartikel bestückte Zucker sein – das Gute liegt so nah. Wir präsentieren Tipps für kleine und grosse Gaben, die Gaumenfreuden versprechen. Es sind Spezialitäten, die im Limmattal erhältlich sind. Selbstverständlich ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber hoffentlich mit einigen Anregungen.

Der Klassiker

Oftmals gilt: Bring doch eine Flasche Wein mit. Meist dann, wenn einem partout nichts einfallen will. An Weihnachten möchte man aber mit einem besonderen Rebensaft aufwarten und das Limmattal, obwohl das kleinste Weinbaugebiet des Kantons Zürich, bietet eine überaus erfolgreiche Weinbautradition und entsprechend beliebte Weine von herb bis fruchtig.

Weiningen hat diesbezüglich mit seinen Weinbauern und Selbstkelterern die Nase vorn. Sei es ein spritziger Riesling, ein sanfter Rosé oder ein aromatischer Pinot Noir: Solche Weine sind ideal, um mittels Geschenk auf die Heimat aufmerksam zu machen. Rebberge gibt es auch in Oetwil, Ober- und Unterengstringen sowie Urdorf. Erhältlich sind die Tropfen unter anderem direkt bei den Weinbauern oder in Dorf- oder Hofläden. Auch der Klosterladen vom Kloster Fahr (Foto) bietet viele edle, regionale Tropfen an.

Das Limmattal bietet eine überaus erfolgreiche Weinbautradition.

Das Limmattal bietet eine überaus erfolgreiche Weinbautradition.

Kein Grappa, aber ein Marc

Nach dem Wein folgt oft ein Schnaps: Hochprozentiges macht sich bestens unter dem Weihnachtsbaum. Und Kirsch, Apfelbranntwein oder Kräuterschnaps werden auch in der Region hergestellt. Einen Versuch wert ist «Marc»; ein sogenannter Tresterbrand und im Grunde ein Grappa – aber diese Bezeichnung darf nur für italienische Erzeugnisse verwendet werden.

Marc wird oftmals dort gebrannt, wo auch Wein gekeltert wird. So sind auch im Limmattal Variationen der Spirituose zu finden, die einen besonders hohen Alkoholgehalt hat. Marc als Mitbringsel ist ein sicherer Hit und ist wie andere Schnäpse beispielsweise im Laden vom Kloster Fahr, in Hofläden oder bei weiteren Weinbauern erhältlich.

Hochprozentiges macht sich bestens unter dem Weihnachtsbaum.

Hochprozentiges macht sich bestens unter dem Weihnachtsbaum.

Der Slow-Food-Tipp

Fast Food war gestern – genussvolles, bewusstes und regionales Essen liegt im Trend. Warum nicht seine Liebsten mit einem eigens zusammengestellten Geschenkkorb voller Limmattaler-Spezialitäten überraschen? Diesbezüglich lohnt sich der Besuch in den Hofläden der Region.

Saisonales Gemüse weckt die Lust am Zubereiten, auch Frischprodukte wie Fleisch, Eier oder Käse aus der Region lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dazu ein leckeres Brot und den Korb mit Kräutern, Tee und einem hiesigen Schaumwein aufpeppen – alles ist ebenfalls in vielen Hofläden zu finden - und fertig ist die Überraschung. Allerdings sollte auf die Haltbarkeit geachtet werden. Einige Hofläden bieten eine Beratung und bereits vorgefertigte Körbe.

Für einen Geschenkkorb mit regionalen Produkten lohnt sich der Besuch in den Hofläden.

Für einen Geschenkkorb mit regionalen Produkten lohnt sich der Besuch in den Hofläden.

Sonnenschein

Wie wäre es mit ein wenig «eingefangenem Sonnenschein»? So nennen einige Imker ihren Honig – und dieser zaubert immer ein Lächeln auf das Gesicht. In fast allen Limmattaler Gemeinden pflegen verschiedene Imker ihre Bienenvölker. Daraus hervor gehen süsse Blüten- und Waldhonige, welche dann verkauft werden.

Diverse Fachgeschäfte in der Region verkaufen ihn. Selbstverständlich findet man ihn auch in Hofläden oder man stösst an Märkten auf kleine und grosse Honiggläser, die nicht nur ein edles Geschenk sind, sondern auch noch schmuck aussehen.

In fast allen Limmattaler Gemeinden pflegen verschiedene Imker ihre Bienenvölker.

In fast allen Limmattaler Gemeinden pflegen verschiedene Imker ihre Bienenvölker.

Kaffee und Nüssli

Im Limmattal gibt es zwei traditionelle Kaffeeröstereien, die die Bohne noch ehren: Die Dietiker Rösterei Caffè Ferrari und das Schlieremer Caffetino verkaufen verschiedene aromatische Kaffeemischungen – auf Wunsch natürlich auch gemahlen. Beide Unternehmen versprechen zudem einen magenschonenden und bekömmlichen Genuss.

So kann eine Packung ein ideales Geschenk für Kaffeeliebhaber sein, die nichts von Kapseln halten. Caffè Ferrari und Caffetino haben neben ihren unwiderstehlichen Kaffeesorten noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: frischgeröstete Spanische Nüssli, die süchtig machen.

Im Limmattal gibt es zwei traditionelle Kaffeeröstereien, die die Bohne noch ehren: Die Dietiker Rösterei Caffè Ferrari und das Schlieremer Caffetino verkaufen verschiedene aromatische Kaffeemischungen.

Im Limmattal gibt es zwei traditionelle Kaffeeröstereien, die die Bohne noch ehren: Die Dietiker Rösterei Caffè Ferrari und das Schlieremer Caffetino verkaufen verschiedene aromatische Kaffeemischungen.

Innovatives Bier

Auch Bier lässt sich als prickelnder und seltener Trinkgenuss verschenken, denn immer öfter nimmt Bier den Platz von Wein bei einem guten Dinner ein. Weshalb also nicht ein paar Flaschen als Geschenk an ein Dinner mitnehmen und den Gastgeber mit einer Seltenheit aus der Nachbarschaft überraschen?

Die Darkwolf Brewery in Dietikon setzt etwa auf kreative Biere; diverse Sorten mit klingenden Namen werden direkt vor Ort verkauft. Weitere innovative Brauereien in der Region nennen sich Ahoi Bier in Schlieren, Greenhouse Brewery in Urdorf oder Brausyndikat in Dietikon.

Im Limmattal existieren verschiedene Brauereien. Sie tragen Namen wie Darkwolf Brewery, Ahoi Bier, Greenhouse Brewery oder Brausyndikat.

Im Limmattal existieren verschiedene Brauereien. Sie tragen Namen wie Darkwolf Brewery, Ahoi Bier, Greenhouse Brewery oder Brausyndikat.

Süsse Versuchungen

Viele Bäckereien oder Konditoreien verfügen über eigene Spezialitäten wie Gebäcke und Torten, für die sie bekannt sind. Gerade zur Weihnachtszeit ist es schwer, den süssen Versuchungen zu widerstehen; als liebevolles Präsent funktionieren sie immer.

Zu den bekanntesten Zürcher Gebäcken gehören die Hüppen, deren älteste bekannteste Erwähnung aus dem Jahr 1693 stammt. Die Röhrchen werden auch in der Fahrweid bei der Firma Hardegger produziert, die mit dem «Hüppelädeli» ihre Köstlichkeiten auch gleich vor Ort verkaufen.

Zu den bekanntesten Zürcher Gebäcken gehören die Hüppen, deren älteste bekannteste Erwähnung aus dem Jahr 1693 stammt.

Zu den bekanntesten Zürcher Gebäcken gehören die Hüppen, deren älteste bekannteste Erwähnung aus dem Jahr 1693 stammt.