Zürich

Schattenwurfregelung: Künftig sollen Hochhäuser im Kanton Zürich länger in der Sonne stehen

Schattenwurfregelung zählt auch für den Limmattower in Dietikon. (Archivbild)

Schattenwurfregelung zählt auch für den Limmattower in Dietikon. (Archivbild)

Künftig sollen Hochhäuser im Kanton Zürich ihrer Nachbarschaft drei Stunden in der Sonne stehen dürfen. Aktuell sind es erst zwei Stunden.

Das umstrittene Thema «Schattenwurf» sorgte schon für viele Gerichtsfälle. Nach bisheriger Regelung darf ein Hochhaus die bewohnten Gebäude in der Nachbarschaft an einem mittleren Wintertag nicht länger als zwei Stunden beschatten.

Ausnahmen sind nur möglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass ein tieferes Gebäude ebenso sehr vor der Sonne stehen würde wie ein Hochhaus.

Nun will der Regierungsrat diese Regelung ändern - und an jene im Kanton Zug anpassen. Dort ist eine Schattenwurfdauer von drei Stunden möglich. Eine längere Schattenwurfdauer bedeutet, dass sich der Abstand von Hochhaus zur bewohnten Nachbarschaft verringert.

So könnten Hochhäuser und ganze Ensembles sorgfältiger gesetzt werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Es seien aber nicht wesentlich mehr oder grössere Hochhäuser möglich.

Die Gemeinden sollen aber wie bis anhin die Möglichkeit haben, für Hochhäuser einen Gestaltungsplan zu verlangen und spezielle Hochhauszonen festzulegen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Hochhäuser nur an dafür geeigneten Lagen entstehen.

Um die Dauer des Schattenwurfs zu verlängern, muss die Allgemeine Bauverordnung geändert werden. Dafür zuständig ist der Kantonsrat. Im Kanton Zürich gilt alles als Hochhaus, was höher als 25 Meter ist.

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