Dietikon

S-Bahn-Station Silbern: Zürcher Planungsgruppe Limmattal macht noch mehr Druck

Das Bundesamt für Verkehr soll die S-Bahn-Station Silbern endlich vorantreiben. Dies fordert die Zürcher Planungsgruppe Limmattal. (Visualisierung)

Das Bundesamt für Verkehr soll die S-Bahn-Station Silbern endlich vorantreiben. Dies fordert die Zürcher Planungsgruppe Limmattal. (Visualisierung)

Das Bundesamt für Verkehr erhält immer mehr Post. Auch die Zürcher Planungsgruppe Limmattal fordert in Bern mit deutlichen Worten, dass die S-Bahn-Station Silbern endlich gebaut wird.

Immer mehr Post aus dem Limmattal erhält das Bundesamt für Verkehr (BAV), seit am 29. September die Vernehmlassung zum Bahnnetz-Ausbauschritt 2030/2035 begonnen hat. So hat etwa der Schlieremer Stadtrat klar Stellung für die neue Haltestelle Silbern in Dietikon bezogen. Diese ist seit 2014 im kantonalen Richtplan eingetragen. Aber noch gibt es keinen Terminplan für den Bau der Haltestelle. «Offen»: So lautet ihr Status beim BAV. Muss man noch fünf oder zwanzig Jahre oder noch länger warten? «Die Haltestelle Dietikon Silbern ist noch in Prüfung. Ihre Priorität wird 2018 festgelegt, im Rahmen der Erarbeitung der bundesrätlichen Botschaft an das Parlament», erklärte ein BAV-Sprecher im September.

Richtet sich das BAV nach den Stellungnahmen aus dem Limmattal, muss es die S-Bahn-Station Silbern definitiv und priorisiert in den Bahn-Ausbauschritt 2030/2035 aufnehmen.

Eine Station für 84 Fussballfelder

So hat auch die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL), die die Interessen der Region vertritt, kürzlich ihre Stellungnahme zuhanden des BAV verabschiedet. Sie befürwortet den grösseren Ausbauschritt 2035 und fordert, dass die «für die Region sehr wichtige» Station Silbern in den Ausbau aufgenommen wird. Zudem äussert sie Kritik am Vorgehen: «Es ist stossend, dass die Aufnahme der neuen Haltestelle in den Ausbauschritt 2030/2035 durch die SBB noch in Prüfung und damit der aktuellen Vernehmlassung entzogen ist.»

In ihrem Argumentarium weist die ZPL darauf hin, dass das Gebiet Silbern als wichtiges kantonales Zentrumsgebiet auf 60 Hektaren Fläche (entspricht rund 84 Fussballfeldern) etwa 5000 Arbeitsplätze und 45'000 Quadratmetern Verkaufsfläche (entspricht über 6 Fussballfeldern) anbietet. Hinzu kommt, dass die Silbern Potenzial für 5000 weitere Arbeitsplätze hat, wie die ZPL schreibt. Weitere Potenziale bestehen zudem auf einigen benachbarten Spreitenbacher Arealen.

Zur Erinnerung: Heute fährt der Bus 309 zwischen Dietikon und der Silbern im 15-Minuten-Takt und zur Hauptverkehrszeit im 7,5-Minuten-Takt. Für die Strecke braucht er 8 Minuten. In der gleichen Zeit fährt man mit der S-Bahn die 3,7 mal längere Strecke von Dietikon nach Zürich Altstetten.

Tunnel «zwingend nötig»

In einem separaten Brief hat die ZPL ihre dezidierte Forderung auch der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion übermittelt, auf dass sich der Kanton in der Vernehmlassung ebenfalls entsprechend äussert. Das sollte er tun: Die Station ist im Richtplan eingetragen und dieser ist behördenverbindlich.

Weiter spricht sich die ZPL dafür aus, dass der unterirdische Direktverbindungstunnel Zürich-Aarau speditiv weitergeplant wird, damit er es in den Ausbauschritt 2040 schafft. Der Tunnel sei «zwingend nötig». Ohne ihn wäre das Limmattaler Bahnnetz noch überlasteter. Es weist zwischen Altstetten und Killwangen schon heute das schweizweit grösste Verkehrsaufkommen auf.

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