Entlang der Limmat wurde 2013 zwischen Oberengstringen und dem Höngger Wehr ein Naturparadies für Mensch und Tier geschaffen: der Auenpark Werdhölzli. Ausgearbeitet und durchgeführt wurde das Projekt von der Baudirektion des Kantons Zürich. Nun hat der Zürcher Kantonsrat die finale Abrechnung dafür genehmigt. Gut 8 Millionen Franken kosteten die Renaturierung und der Hochwasserschutz auf der knapp zwei Kilometer langen Strecke insgesamt.

Das ist weitaus weniger, als im Vorfeld kalkuliert. Die gesamten Baukosten wurden ursprünglich auf 9,4 Millionen Franken geschätzt. Effektiv ausgegeben wurden aber knapp über 1,4 Millionen Franken weniger. Dies hat diverse Gründe. Einerseits war es den Projektverantwortlichen möglich, das zu bebauende Land in kleineren Flächen günstiger zu kaufen als erwartet. Das brachte Einsparungen von 300'000 Franken mit sich.

Zusätzliche 540'000 Franken wurden gespart, weil entgegen der Planung im Bereich Juch keine Baumassnahmen zur Begrenzung des Grundwasseranstiegs nötig waren. Auch gab es viel weniger mutwillige Beschädigungen auf der Baustelle als kalkuliert. Insgesamt kosteten die Planung und Umsetzung der Verkehrsführung und der Sicherheit während der Bauzeit gut 200'000 weniger als budgetiert. Da es seit Baubeginn zu keinem Hochwasser kam, fielen zudem die Ausgaben für die Hochwasserschutz-Kontrollen wesentlich tiefer aus als eingeplant.

Letztendlich flossen 3,3 Millionen Franken aus der Kantonskasse in das Renaturierungsprojekt, wie im Kantonsratsbeschluss über die genehmigte Abrechnung zu lesen ist. An den Kosten beteiligten sich neben dem Kanton auch der Bund – das Bundesamt für Umwelt bezahlte fast 3 Millionen Franken –, die Stadt Zürich, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, die Zürcher Kantonalbank und WWF Schweiz.

Erholungsgebiet birgt Vorteile

Dass auch Oberengstringen vom renaturierten Erholungsgebiet profitiert, freut den Oberengstringer Gemeindeschreiber Matthias Ebnöther sehr. «Es war damals richtig und berechtigt, dass sich die Gemeinde bei der Planung des Parks einbringen und ihren Standpunkt vertreten konnte.» Von der Bevölkerung habe man keine speziellen Rückmeldungen erhalten, man betrachte das Erholungsgebiet aber als grossen Vorteil für die Gemeinde, so Ebnöther. «Die Strecke lädt zum Verweilen und Entspannen ein und ist nicht nur für Menschen ein Rückzugsort.»

Die Renaturierung des Limmatufers sei auch aus baulicher Sicht eine erhebliche Verbesserung. «So können wir bauliche Sünden von früher bereinigen.»