Mit dem "deutlichen Überschuss" erreicht der Kanton Zürich den gesetzlich geforderten Ausgleich über die letzten acht Rechnungsjahre locker: Für die Periode 2009 bis 2016 resultiert ein Plus von 1,2 Milliarden Franken.

Die Ausgangslage sei gut, sagte Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) am Freitag vor den Medien. "Der Dampfer Kanton Zürich ist finanzpolitisch wieder auf Kurs, doch muss das Steuerrad weiterhin hart in der Hand gehalten werden, um die Klippen zu umschiffen."

Damit der geforderte mittelfristige Ausgleich auch in den kommenden Jahren über acht Rechnungen erreicht werden könne, müsse das Programm der Leistungsüberprüfung 2016 fortgeführt werden, sagte Stocker. "Die Aufgaben werden nicht weniger, die Ansprüche auch nicht."

Die 15-Milliarden-Marke geknackt

Mit einem Ertrag von 15,245 Milliarden Franken wurde zum ersten Mal die 15-Milliarden-Marke übertroffen. Der Aufwand blieb mit 14,855 Milliarden darunter. Unter dem Strich resultiert damit ein Plus von 390 Millionen Franken, budgetiert war ein solches von 69 Millionen.

Von der Verbesserung um 321 Millionen Franken sind 217 auf einmalige Sonderfaktoren zurückzuführen. Dazu gehört insbesondere eine durchgeführte Neubewertung von Liegenschaften, welche das Resultat um 91 Millionen verbesserten.

Zudem konnte eine Rückstellung für die Sanierung der Pensionskasse BVK aufgelöst werden, da sie nicht mehr benötigt wird. Im Ergebnis schlägt sich dies mit einem Plus von 69 Millionen Franken nieder.

Ohne Sondereffekte nahe am Budget

Werden diese einmaligen Sondereffekte ausgeklammert, sei die Erfolgsrechnung 2016 "durch eine sehr hohe Budgetgenauigkeit mit Abweichungen zum Teil lediglich im Promillebereich geprägt", hielt Stocker fest.

So blieben die Steuererträge insgesamt nur gerade drei Promille oder 21 Millionen Franken hinter dem im Budget vorgesehenen Wert zurück. Sie erreichten netto 7,1 Milliarden Franken. Die Steuererträge nahmen damit im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent zu und erreichten einen neuen Höchststand. Der Kanton sei gut aufgestellt, kommentierte Stocker.

Dank des guten Rechnungsabschlusses stieg das Eigenkapital von 8,4 auf 8,7 Milliarden Franken an, die Verschuldung sank von von 5,4 auf 4,8 Milliarden Franken.