Dietikon
Zwischen den Stücken gabs fürs Publikum Baldrian

Filmmusik, legendäre Klassiker und eine Entschleunigungs-Therapie. Beim Jahreskonzert kämpfte die Stadtmusik mit technischen Schwierigkeiten.

Melanie Gut
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Jahreskonzert der Stadtmusik Dietikon
7 Bilder
2_Baldrian, Komiker und Star-Gast des Abends unterhielt das Publikumg mit viel Witz
3_Drei Männern aus dem Publikum gab er etwa Flugstunden
4_Nach der Uraufführung ihrer Eigenkomposition begiesst die Tambourengruppe den Auftritt auf der Bühne
5_Während die Swiss Jungle Drummers ihren Auftritt vorbereiten, wird ersichtlich, wie viel Publikum in die Stadthalle gepilgert ist
6_Nach der Pause heizten die Swiss Jungle Drummers dem Publikum ein
7_Das Finale mit Dirigent Marco Nussbaumer am Alphorn

Jahreskonzert der Stadtmusik Dietikon

Melanie Gut

Es ist Tradition, dass die Tambourengruppe den Auftakt zum Jahreskonzert der Stadtmusik Dietikon macht. Doch ihr diesjähriger Auftritt ist speziell: Die Tambouren präsentieren dem Publikum in der Stadthalle die Uraufführung ihrer Eigenkomposition «Rock You». Mirjam Peter, die Präsidentin der Stadtmusik, begrüsst anschliessend die zahlreichen Gäste. Sie weist auch auf das 2016 bevorstehende 125-Jahr-Jubiläum der Stadtmusik hin. Der Musikverein wird sich zu diesem Ereignis eine neue Uniform zulegen, die beim Jubiläumsanlass zum ersten Mal präsentiert wird.

Weiter geht es mit Filmmusik aus berühmten Filmen und Musicals wie «The March from 1941» aus dem Film «1941» von Steven Spielberg oder einem Medley aus dem Musical «The Wiz», das die Geschichte des «Wonderful Wizard of Oz» erzählt. Roland Debrunner führt gekonnt durch den Abend. Mit spannenden Geschichten erhebt er die vorgetragenen Stücke in sagenumwobene Höhen. Die Bühne wirkt majestätisch mit dem grossen Orchester und die erlesenen Musiktitel zeugen vom breiten Spektrum sowie dem beeindruckenden Können der Stadtmusikerinnen und -musiker.

100 Prozent Baldrian

Nach der Pause spielen die Swiss Jungle Drummers eine eindrückliche Eigenkomposition. Mit ihren Interpretationen bringen sie dem Publikum auch karibische Klänge näher und verdienen sich damit einen begeisterten Applaus.

Eine Tonpanne erschwert das Vorhaben des Orchesters, einen Filmausschnitt aus «The Errand Boy» synchron zu begleiten. Eine hoch komplexe Angelegenheit, wie sich zeigt. Aber obwohl es nicht ganz nahtlos gelingt, lösen die Passagen, in denen Bild und Ton zusammenpassen beim Publikum helle Begeisterung aus.

Nach dieser abenteuerlichen Einlage ist es Zeit für den Star-Gast des Abends: Baldrian. Er will mit dem Publikum eine Entschleunigungs-Therapie durchführen. Als er einen weissen Drachen an einer Angelschnur über den Zuschauerraum segeln lässt, breitet sich eine angenehme Atmosphäre im Saal aus. Ein bisschen Aufregung kommt dann aber doch auf, als er sich drei Herren aus dem Publikum für seine Flugeinlage auf die Bühne holt. Den Höhepunkt seiner Einlage bildet Gisela, ein Flugobjekt, das scheinbar schwerelos über das Publikum hinweg gleitet. Sie ist nicht nur esoterisch, sondern auch eigensinnig und äusserst charmant. Die beiden passen hervorragend zusammen.

Finale mit Konfettiregen

Mit «Ganz Paris träumt von der Liebe» spielt das Orchester im Anschluss ein weiteres legendäres Stück. Und zur Krönung des Abends begleitet der Dirigent Marco Nussbaumer ein Pepe Lienhard Medley auf dem Alphorn. Mit einer letzten Zugabe des Orchesters und goldenem Konfettiregen finden ein wundervoller Abend und eine beeindruckende Aufführung ihr Ende.