Region Limmattal
Zwei von vier Kandidierenden treten zum zweiten Wahlgang an

Marta Delgado von der SP und der parteilose Philipp Sax machen die Nachfolge einer SVP-Schulpflegerin in Schlieren unter sich aus.

Alex Rudolf
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Ein Kandidat und eine Kandidatin bewerben sich um die Schulpflege. (Symbolbild)

Ein Kandidat und eine Kandidatin bewerben sich um die Schulpflege. (Symbolbild)

KEYSTONE/Gaetan Bally

Erst am 7. März entscheidet sich an der Urne, wer die Nachfolge der SVP-Schulpflegerin Tamina Grädel antreten wird. Doch bereits jetzt steht fest, dass lediglich zwei der vier Kandidierenden nach dem ersten Wahlgang noch im Rennen bleiben. Marta Delgado von der SP kam mit 874 Stimmen dem absoluten Mehr von 1188 Stimmen am nächsten und entschied sich bereits am Wahlsonntag vom 29. November, dass sie auch zum zweiten Wahlgang antreten werde. «Daran hat sich nichts geändert und ich hoffe, dass ich auch im März die meisten Stimmen erzielen werde», so Delgado.

Ihre Chancen darauf dürften nicht schlecht stehen, denn der zweitplatzierte Hans-Ulrich Etter von der SVP wirft das Handtuch und tritt nicht nochmals an. Im November erhielt er mit 578 Stimmen rund 300 weniger als Delgado. «Dieser Unterschied ist gross», sagt Etter.

Marta Delgado (SP).

Marta Delgado (SP).

zvg Bild: zvg

Doch führte ein weiterer Grund zu Etters Entscheidung, nicht wieder anzutreten. So habe er im Vorfeld der Wahlen mit der SP vereinbart, dass jener Kandidierende, der weniger Stimmen erhält, nicht zum zweiten Wahlgang antritt. «Damit wollten wir verhindern, dass es überhaupt zu einer zweiten Runde kommt. Ziel war es, den freien Sitz in der Schulpflege so rasch wie möglich zu füllen», so Etter. Besonders in Coronazeiten sei eine vollzählige Schulpflege wichtig. Gibt er den SVP-Sitz damit nicht kampflos an die Sozialdemokraten ab? «Ich tue, was am besten ist für die Stadt Schlieren und bin kein Parteisoldat», sagt er.

Dass die Wahl trotz Etters Verzicht nicht entschieden ist, liegt am parteilosen Philip Sax. Nach dem dritten Platz im ersten Wahlgang tritt er erneut an. «Ich war überrascht, dass ich in diesem starken Kandidatenfeld 451 Stimmen erhalten habe», sagt er auf Anfrage. Nach dem 29. November hätten ihn zahlreiche Wählerinnen und Wähler kontaktiert und ihm ihre Stimme für den zweiten Wahlgang zugesichert. «Nun werde ich mehr Flugblätter verteilen, um mich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern bekannter zu machen.»

Philipp Sax (parteilos).

Philipp Sax (parteilos).

zvg Bild: zvg

Erneuter Versuch bei den Wahlen im nächsten Jahr

Mit 446 Stimmen lag Rosaria Guglielmo quasi gleichauf mit Sax. Sie hingegen entschied sich für einen Rückzug. «Zwar erhielt ich viele Stimmen, was mich gefreut hat», sagt sie. Doch ergebe es wenig Sinn, als Letztplatzierte nochmals anzutreten. Von Guglielmo dürften die Schlieremer Stimmbürger aber wohl nicht zum letzten Mal gehört haben. Sie spiele mit dem Gedanken, zu den Gesamterneuerungswahlen der Schulpflege im kommenden Jahr anzutreten. Auch Etter sagt, dass er wahrscheinlich auf der Wahlliste zu den Gesamterneuerungswahlen zu finden sein werde. Bestätigen lasse sich dies jedoch noch nicht.

Aktuell belegt die FDP mit drei Sitzen plus dem Schulpräsidium von Bea Krebs die meisten Sitze im elfköpfigen Gremium. Die SP und die SVP kommen nach Grädels Rücktritt auf jeweils zwei Sitze. Jeweils einen Sitz belegen die CVP und der Quartierverein.