Vor dem Apéro referierten mit Elmar Mock, Swatch-Miterfinder sowie Gründungspartner und Verwaltungsrat mehrerer erfolgreicher Start-up-Unternehmen im Haus- und Medizinaltechnologie-Bereich, und Ruedi Noser, FDP-Nationalrat und Unternehmer, zwei wortgewandte und unterhaltsame Redner. Noser war ob des Entscheid des Bundes, auf dem Dübendorfer Militärflugplatz einen Standort des nationalen Innovationsparks, zusätzlich aber auch einen zivilen Flugbetrieb zu schaffen, sichtlich erleichtert: «Darauf stosse ich jetzt an», sagte er.

Im weiteren erläuterte er auch, was seiner Meinung nach den starken Innovationsgeist der Schweiz ausmacht: Offenheit, Freiheit, der Willen, Probleme zu lösen, Toleranz, Grosszügigkeit, Zuverlässigkeit und Humor sowie Selbstkritik. Ziel der Politik müsse es sein, günstige Rahmenbedingungen für Innovationen zu schaffen. «Es braucht keine Masterprogramme dafür. Staatlich verordnete Innovation funktioniert nicht», so Noser. Stattdessen sollte sich der Bund darauf beschränken, Gelder und Raum zur Förderung von Innovation richtig zu verteilen und bereitzustellen.

Bei der anschliessenden Podiumsdiskussion gestand Mock Noser, dass er mit Politikern immer Mühe gehabt habe, und dagegen sei, wenn sich die Politik in die Innovationsprozesse einmische. Im Verlauf des Gesprächs stellte sich allerdings heraus, dass beide als Unternehmer sehr weit gekommen waren, obwohl sie in der Schule schlechte Noten erhalten hatten. Es kam schliesslich zu einem Handschlag der beiden «Schulversager», als welchen sich Noser selbst bezeichnete.

Im Anschluss an das Podium stiessen Schlieremer Wirtschaftsvertreter und Politiker beim Apéro miteinander an. Von Berührungsängsten zwischen Politik und Wirtschaft war dabei nichts mehr zu spüren.