Oberengstringen
Zwei Mütter sorgen in Oberengstringen für einen Treff

Die Einwohner wollen sich mehr austauschen, doch bis jetzt fehlt ein Treffpunkt. Kirstin Pahl und Tanja Zezza haben eine Idee, um dem Abhilfe zu schaffen.

Carolin Teufelberger
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In Oberengstringen soll ein Treff für Mütter entstehen (Symbolbild).

In Oberengstringen soll ein Treff für Mütter entstehen (Symbolbild).

Patrick Neuenschwander

Lange Zeit mussten Kirstin Pahl und Tanja Zezza mit ihren Kindern nach Zürich fahren, um den Tag mit anderen Müttern im Gemeindezentrum zu verbringen. «Spontane Treffen waren so nicht möglich. Es musste immer ziemlich lange im Voraus geplant werden», erzählt Kirstin Pahl. Aus dieser Notlage heraus entstand die Idee, einen eigenen Treff in Oberengstringen zu gründen. Aber nicht nur Mütter und ihre Kinder sollen dort zukünftig willkommen sein, sondern alle Bewohner Oberengstringens, die den Kontakt zu anderen suchen. «Der Treff soll zur Vernetzung der Einwohner beitragen und das Dorf beleben. Man lernt die Leute besser kennen und kann sich vielleicht auch einmal gegenseitig aushelfen» sagt Tanja Zezza.

Umsetzung ist unklar

Organisatorisch gesehen steht das Ganze noch auf wackligen Beinen. Bei vielen wichtigen Punkten herrscht noch Ungewissheit. Klar ist, dass der Treff nachmittags von Montag bis Freitag stattfinden soll, damit die Leute möglichst spontan vorbeikommen können. Dafür braucht es einige Freiwillige. «Wir benötigen mindestens zehn Helfer, da wir jeden Nachmittag in zwei Schichten aufteilen wollen», sagt Zezza. Momentan sind die Frauen gerade auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten. «Der Raum muss zentral und öffentlich zugänglich sein. Am besten dafür eignen würden sich Räume in einer Schule oder Kirche», erklärt Pahl.

Unterstützung vom Elternverein

Die beiden Frauen arbeiten nicht alleine an der Umsetzung. Sie haben Frauen mit mehr Erfahrung ins Boot geholt. «Wir beide haben noch nie etwas Vergleichbares organisiert und sind froh um jede Hilfe», sagt Zezza. Auch vom Elternverein wird die Idee unterstützt. Das sei eine grosse Hilfe, da dieser im Dorf bekannt sei und für zusätzliche Kontakte sorge. Hinzu kommt, dass Zezza berufstätig ist, und auch Pahl steigt ab Oktober wieder in ihren alten Job ein. «Da ist man froh, wenn einem ein Teil der Arbeit abgenommen wird», bestätigen beide Frauen.

Eröffnung im Winter

Das Ziel der mitwirkenden Frauen ist es, den Treff im Winter zu eröffnen. «In der kalten Jahreszeit kann man sich nicht draussen treffen. Dann wird ein Begegnungsort am meisten benötigt», sagt Pahl. Laut Aussage von Zezza wächst das Interesse an einem offenen Treff stetig. So sind alle Beteiligten guter Dinge, dass die Idee bald zur Realität wird. Auch wenn es organisationstechnisch noch einiges zu tun gibt.