Schlieren
Zwanzig Schüler versuchen sich als Partyorganisatoren

Eine dritte Sekundarklasse stellte ein etwas anderes Schulprojekt auf die Beine: Die Jugendlichen organisierten eine Profidisco. Ursprünglich wollten sie ein Konzert organisieren, fanden jedoch keine passende Band aus Schlieren

Tabea Wullschleger (Text u. Foto)
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Die Wegweiser für die Party sind bereit – ebenso die zwanzig Schülerinnen und Schüler der Klasse A3c.

Die Wegweiser für die Party sind bereit – ebenso die zwanzig Schülerinnen und Schüler der Klasse A3c.

WUL

Eine Party mit DJ an einem Freitagabend ist eigentlich nichts Aussergewöhnliches. Doch die heute Abend im «Sax» stattfindende «Snow Lights Party» mit DJ Louis ist etwas Besonderes, denn sie wurde im Rahmen eines Schulprojekts organisiert. Die Verantwortlichen: Zwanzig Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren; gemeinsam sind sie die Klasse A3c aus dem Schulhaus Kalktarren in Schlieren.

Ursprünglich wollten die Schülerinnen und Schüler ein Konzert organisieren. «Doch wir kannten einfach keine passende Band aus Schlieren», sagt eine Schülerin. Zudem fehlte der geeignete Auftrittsort. Die Idee einer Party kam dann von Pascal Leuthold. «Er ist der Bruder unserer Deutschlehrerin und ein professioneller Eventorganisator», erklärt ein anderes Mädchen. So konnte es dann endlich ans konkrete Organisieren gehen: In Gruppen wurde ein Budget erstellt, eine passende Location gesucht sowie Verpflegung und Showact geplant.

Das Projekt wird benotet

Realisiert wurde das Ganze im Rahmen des Projektunterrichts. «Ein solch grosses Projekt ist schon eher aussergewöhnlich», sagt Stefan Achermann, der als Klassenlehrer die Partyplaner von Beginn an unterstützte. Da es ein Schulprojekt sei, würden die Schüler schlussendlich für die Planung dieser Party sowie den Bericht, den sie parallel dazu schreiben, eine Note bekommen, erklärt Achermann.

Nun, wo fast alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, blicken die Jugendlichen zurück auf die Planungsphase. «Am Anfang war es ein grosses Chaos», sagt ein Schüler. «Daher finde ich es gut, dass wir jemanden als Leiterin eingesetzt haben.» Die Schülerin Tijana Mitrovic koordinierte die Vorbereitungen und fungierte als Ansprechperson. Als wichtiges Element wird auch Eventorganisator Leuthold von den Schülern erwähnt. «Ohne seine Hilfe hätten wir es nicht geschafft», sagt ein Knabe.

Sie hoffen auf viele Besucher

Offen ist die «Snow Lights Party» für alle ab 14 Jahren – ausgenommen seien nur Lehrer und Eltern, sagen die Schüler. Der Eintritt kostet sieben Franken. «Wir brauchen genau 111 Gäste, damit wir fünf Franken Gewinn machen», erklärt ein Schüler. Die 500 Franken von der Schule seien eine Defizitgarantie, sagt Achermann. Die Jugendlichen hoffen nun auf viele Besucher; Platz hätte es im Club, der dem Onkel einer Schülerin gehört, genug. Und obwohl alle an der Party ein Amt inne haben werden, wird die Klasse A3c ihr Projekt heute Abend gebührend feiern.