Dietikon

Zuschauerin nach Jodlerabend: «Hackbrettler war echt der Hammer»

Hackbrettvirtuose Nicolas Senn zusammen mit den Dietiker Stadtjodlern.

Hackbrettvirtuose Nicolas Senn zusammen mit den Dietiker Stadtjodlern.

Der Hackbrettvirtuose Nicolas Senn war der Stargast am traditionellen Jodlerabend in der Stadthalle Dietikon. Er riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Unter dem Motto «s’isch nüme die Zyt» präsentierten die Dietiker Stadtjodler auch heuer einen unvergesslichen musikalischen Frühlingsabend. Als klarer Publikumsliebling galt der 23-jährige Ostschweizer Hackbrettvirtuose und Fernsehmoderator Nicolas Senn.

«Wenn ich heute vom Bernbiet mit Ross und Wagen nach Dietikon hätte kutschieren müssen, so wäre ich schon lange und immer noch unterwegs», sagte Wally Schneider, die den Jodlerabend wie immer sympathisch-professionell moderierte. Sie sprach in ihren Begrüssungsworten das diesjährige Motto an und war froh, dass sie mit dem Auto vom bernischen Koppigen zum Bezirkshauptort fahren konnte.

Auf den Tischen standen hölzerne Uhren, am Bühnenrand ein traumhaft schönes Blumenarrangement, und vor und nach dem Konzert unterhielt das Schwyzerörgeli Trio Hohgant Giele.

Von Sauerkraut, das sexy macht

Was dann folgte, war ein fröhlicher musikalischer Streifzug durch das Schweizer Brauchtum. Eben mit dem Lied «s’isch nümme die Zyt» eröffneten die Dietiker Stadtjodler mit ihrer Leiterin Ruth Matter Riedi den Jodlerabend 2013. Nicolas Senn auf dem Hackbrett und Akkordeonist Daniel Bösch begleiteten die alte Volksweise.

In den weiteren Liedern war die Rede von duftenden Veilchen, von neuem Leben und von prächtigen Sommerabenden. Die Gastjodler aus dem luzernischen Finsterwald sangen von Gewittern, von neuem Leben und von Sauerkraut, das sexy macht. Auch die beiden Lieder «Chnebugrinde» und der «Äntlibuecher Kafiblues» kamen beim Publikum bestens an. Da Ruth Matter Riedi sich eine grobe Erkältung eingefangen hatte, sprang bei den Solostücken Marie-Theres von Gunten kurzfristig für sie ein. Mit Isabelle Vock sangen sie vom ewigen Kreislauf und von munteren Eichhörnchen.

Begeisterung für Nicolas Senn

«Nicolas Senn vorzustellen, wäre Wasser in die Limmat getragen», sagte Moderatorin Schneider, als sie den 23-jährigen Hackbrettler aus Gais vorstellte. Sein Hackbrett habe übrigens im Jahr 1982 der bekannte Hackbrettbauer Johann Fuchs – genannt «s’chliin Fochsli» – aus Meisterrüti bei Appenzell gebaut. So riss Nicolas Senn in zwei Blöcken mit seinen meisterhaften und phänomenalen Hackbrettmelodien die Stadthalle zu Begeisterungsstürmen hin.

«Für mich war Nicolas Senn das Highlight des Abends», sagte Brigitte Gutknecht aus Dietikon nach dem Konzert, «der Hackbrettler war echt der Hammer.» Den Dietiker Stadtjodlern mit ihrem Präsidenten Hansruedi Weibel wand sie zudem ein Kränzchen: «Das war wirklich eine super Organisation. Vor allem die Tombola, für die Hugo Gehrig verantwortlich zeichnete, war ja schlicht grossartig.»

Und auch der Dietiker Bodo Hassenpflug stimmte in das Lob ein: «Für mich und meine Frau war dies ein wunderschön-vergnügter Abend mit einem sensationellen Solisten am Hackbrett.»

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