Kommentar

Zurück zur Normalität

Bettina Hamilton-Irvine
Simon Hofmann ist neuer Statthalter. Er stösst mit Gérald Künzle, Präsident der FDP des Bezirks Dietikon, an.

Simon Hofmann ist neuer Statthalter. Er stösst mit Gérald Künzle, Präsident der FDP des Bezirks Dietikon, an.

Das Resultat spricht eine deutliche Sprache: Mit knapp 59 Prozent der Stimmen und fast 2800 Stimmen Vorsprung auf Adrian Leimgrübler gewinnt Simon Hofmann das Rennen um das Dietiker Statthalteramt. Interessant ist dabei vor allem, dass Leimgrübler nur wenige hundert Stimmen mehr holt als im ersten Wahlgang, bei dem mit Ramon Steffen noch ein dritter Kandidat antrat. Dessen Stimmen gingen fast vollständig auf Hofmann über, der im zweiten Wahlgang rund 3500 Stimmen vorwärtsmachte. 

Wie es scheint, haben Leimgrübler also die Entwicklungen, die nach dem ersten Wahlgang geschahen, weder geschadet noch genützt: Wer ihn vorher schon wählte, wählte ihn auch nachher. Dass seine Strafverfolgung eingestellt worden war und seine Entlassung als rechtswidrig taxiert, hatte auf seine Stimmen kaum einen Einfluss. Ebenso wenig die Vorwürfe seiner ehemaligen Kollegen, er habe ein Alkoholproblem und sei unzuverlässig. Das zeigt: Er hat eine treue Wähler-Basis, die zu ihm steht.

Die Stimmenverteilung zeigt aber auch: Fast zwei von drei der Personen, die gewählt haben, wollen eine Veränderung im Statthalteramt. Sie votierten sowohl im ersten als auch im zweiten Wahlgang für eine Neubesetzung des verantwortungsvollen Bezirksamts. Simon Hofmann ist nun die Aufgabe übertragen worden, Ruhe und Beständigkeit ins Statthalteramt zu bringen. Es ist ihm zu wünschen, dass ihm dies möglichst gut und möglichst rasch gelingt. Auf dass das Amt bald aus den Schlagzeilen verschwinden und zurück in die Normalität kehren kann.

Autorin

Bettina Hamilton-Irvine

Bettina Hamilton-Irvine

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