Oberengstringen

Zurück in die Zukunftskonferenz: Was sich in zehn Jahren getan hat

Das Oberengstringer Zentrum war eines von vielen Themen, die an der Zukunftskonferenz debattiert wurden.

Vor zehn Jahren debattierte Oberengstringen an der Zukunftskonferenz über die Entwicklung des Dorfs. Ein Blick zurück zeigt, was aus den damaligen Forderungen geworden ist.

An der Herbst-Gemeindeversammlung 2008 in Oberengstringen entbrannte ein Streit über das Budget und die geplante Steuererhöhung um fünf Prozentpunkte auf 117 Prozent. Dieser führte zu Grundsatzdiskussionen über die Attraktivität der Gemeinde und mündete schliesslich in der Zukunftskonferenz. Im November 2009 debattierten rund 130 Oberengstringerinnen und Oberengstringer ein Wochenende lang in Arbeitsgruppen über acht Themenblöcke und formulierten Forderungen für die Zukunft, darunter die Aufwertung des Zentrums. Ein Blick zurück zeigt, was aus den Forderungen geworden ist:

  • Tempo 30 auf Gemeindestrassen:

Unterhalb der Zürcherstrasse gilt mittlerweile auf allen Gemeindestrassen eine Begrenzung von 30 km/h. Oberhalb der Zürcherstrasse prüft der Gemeinderat derzeit die Einführung auf Gemeinde- und Privatstrassen ohne Tempo-30-Limit. Dafür hat er ein Gutachten erstellen lassen und bald soll vor Ort eine Begehung mit der Kantonspolizei durchgeführt werden.

  • Anlaufstelle «Wohnen im Alter»

Im März 2013 lancierten Geroldswil, Oberengstringen, Oetwil, Unterengstringen und Weiningen gemeinsam die «Anlaufstelle Gesundheit und Alter rechtes Limmattal», die der Spitex angegliedert ist.

  • Zusammenarbeit mit Nachbar

Eine Fusion mit Unterengstringen ist kein Thema. «Ich hätte persönlich kein Problem damit. Ich habe viele gute Kontakte mit Unterengstringen», sagt Gemeindepräsident André Bender (SVP). Es brauche aber wohl noch eine bis zwei Generationen und mehr wirtschaftlichen Druck, bis eine mögliche Fusion konkreter werden könnte. Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarn hat aber zugenommen. So haben beide Feuerwehren per 2019 fusioniert, das Betreibungsamt wird gemeinsam geführt und derselbe Friedensrichter schlichtet in beiden Gemeinden.

  • Finanzen und Image

«Die 2012 eingeführte Neuregelung des Finanzausgleichs hilft uns extrem», sagt Bender. Seither erhält die Gemeinde mehr Unterstützung vom Kanton. 2012 senkte die Gemeinde den Steuerfuss von 112 auf 105 Prozent. Seit 2016 ist dieser wieder bei 112 Prozent. Auch das Image habe sich verbessert, sagt Bender. Die Gemeinde sei aktiver geworden und zeige mehr Eigeninitiative. Bei Einbürgerungsgesprächen erhalte man positive Rückmeldungen.

  • Sportanlage und Limmatraum

Im Sommer 2017 wurde die für 900 000 Franken erneuerte Sportanlage Brunewiis mit Stargast Murat Yakin eingeweiht. Ginge es nach der Gemeinde, wäre der Autobahnrastplatz an der Limmat längst aufgelöst. Stattdessen herrscht immer noch Stillstand. Das Bundesamt für Strassen wollte den Rastplatz eigentlich ausbauen, zog sein Projekt aber wegen einer Einsprache der Gemeinde wieder zurück, wie im Februar 2019 bekannt wurde. (flo)

Meistgesehen

Artboard 1