Limmattal
Zürcher Nord-und Westumfahrung: Tempo 80 soll Stau reduzieren

Der Urdorfer Kantonsrat René Gutknecht will Staus mittels einer Temporeduktion auf den Autobahnen rund um die Stadt Zürich bekämpfen.

Sandro Zimmerli
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Gubristtunnel: Zürcher Nordumfahrung (Themenbild).

Gubristtunnel: Zürcher Nordumfahrung (Themenbild).

Keystone

Generell 80 km/h auf der Zürcher Nord- und Westumfahrung – dafür setzt sich der Urdorfer GLP-Kantonsrat René Gutknecht ein. Zusammen mit seinem Parteikollegen Andreas Hauri aus Zürich hat er gestern ein entsprechendes Postulat eingereicht. Sie fordern den Regierungsrat auf, sich beim Bundesamt für Strassen für eine Temporeduktion auf den Autobahnen einzusetzen. Den beiden schwebt vor, dass das neue Tempolimit auf der A1 zwischen Dietikon und dem Brüttiseller-Kreuz, auf der A3/A4 ab Wollishofen/Wettswil und auf der A51 ab Kloten eingeführt werden soll.

Begründet wird der Vorstoss unter anderem damit, dass es durch die Massnahme zu weniger Stau kommen soll. «Das Hauptproblem von Staus ist ein Sättigungsproblem. Auf einem Kilometer Strasse ist nur ein gewisser begrenzter Raum vorhanden, der den Autos zur Verfügung steht», heisst es im Postulat. Typischerweise liege die Kapazität einer Strasse bei 1500 bis 2500 Fahrzeugen pro Stunde und Spur, wenn sich die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 100 km/h bewegen würden. Schnelleres und langsameres Fahren verringere die Kapazität. «Dazu kommt der Schmetterlingseffekt oder auch ‹Stau aus dem Nichts›. Die Theorie des Schmetterlingseffekts geht davon aus, dass ein einzelner Fahrer für einen Stau verantwortlich sein kann», schreiben die Postulanten. Sein Verhalten löse eine Kettenreaktion und somit einen Stau aus. Dieser Effekt lasse sich nur stoppen, wenn alle Fahrzeuge immer mit der gleichen Geschwindigkeit fahren würden.

Gemäss den Verkehrsprognosen werde sich die Auslastungssituation der Strassennetze im Allgemeinen sowie der Autobahnen im Speziellen tendenziell verschärfen. Die zeitlich begrenzte Reduktion der Geschwindigkeit von 100 auf 80km/h würde nicht die gewünschte Wirkung zeigen, weil Fahrzeuglenker aus Gewohnheit die «normale» Geschwindigkeit beibehalten würden. «Dies zeigt sich auch bei Veränderung von Verkehrsführungen, es braucht seine Zeit, bis die Lenker sich der neuen Situation angepasst haben.» Weiter verweisen Gutknecht und Hauri darauf, dass Umweltverschmutzung oder verlorene Zeit die Lebensqualität sinken liessen.