Dietikon
Zur Feier des Tages gabs das Essen zum Nostalgiepreis

Mit einem Tag der offenen Türe hat das Alters- und Gesundheitszentrum gleich drei runde Jubiläen gefeiert.

Christoph Merki
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Jubiläumsfeier Dietikon
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Gesamtleiter Christoph Schwemmer führte durch die Häuser.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.
Gleich drei Jubiläen wurden am Tag der offenen Türe gefeiert.

Jubiläumsfeier Dietikon

Christoph Merki

Wer kann sich noch erinnern, als für die Bratwurst vom Grill nur 1.50 Franken gelöhnt werden musste? Wann kosteten Kaffee und Tee jeweils 80 Rappen oder ein Apfelstrudel 1.20 Franken? Es sind diese Preise, die wohl vor rund 50 Jahren aktuell waren. Just zu dem Zeitpunkt also, als auch das Haus Ruggacker des Alters- und Gesundheitszentrums (AGZ) Dietikon in Dienst gestellt wurde.

Ein halbes Jahrhundert alt aber waren am AGZ-Jubiläumsfest am Samstag nur die Preise. Auf dem Rundgang durch den Pflegebereich erörterte der Gesamtleiter Christoph Schwemmer die Vorzüge der modern gestalteten Einrichtung, die 180 Bewohnern ein Zuhause ist. Nebst hauptsächlich Einzelzimmern stehen auch wenige, dafür grosszügige Zweierzimmer zur Verfügung. Zwar hätten die zu Anfang bestehenden Balkone den Umbauten weichen müssen, dafür sei nun jedes Zimmer im Ruggacker mit Nasszelle und Toilette versehen, so Schwemmer. Auch sonst sieht er das Angebot eher als Hotelbetrieb denn als Heim. «Die Bewohner können kommen und gehen, wann sie wollen», erklärte er und fügte scherzend an, «wenn jemand bis morgens um vier auf den Tanz möchte, ist das möglich.»

Die Aufenthaltsräume liebevoll und passend zur Fussball-Europameisterschaft dekoriert, konnten die Räumlichkeiten durchaus mit gewissem Charme aufwarten. Natürlich lief auch im Fernseher im Aufenthaltsraum das Spiel Schweiz gegen Albanien. Statt Essen auf Tabletts gab es Buffetbetrieb, immer das Wohle der Bewohner im Fokus. «Heute wohnt jene Generation hier, die den Wohlstand erschaffen hat», erklärte Schwemmer, davon dürfe diese nun auch profitieren. Das Durchschnittsalter beim Einzug liege bei knapp 85 Jahren.

Nebst den menschlichen Bewohnern fühlen sich auf dem zweiten Stock auch zwei Katzen, Angel und Luis, wohl. Die drei Rundgänge wie auch die Zeitrafferreise anhand einer Bildschau aus den vergangenen 50 Jahren des Hauses stiessen auf grosses Interesse. Teilweise schlossen sich über 30 Personen den Ausführungen Schwemmers während den Rundgängen an. Unter ihnen auch Paul Diethelm, der als Freiwilliger jeweils an Anlässen im AGZ mithilft: «Ich mache dies seit zwei Jahren und für mich ist es eine irrsinnige Erfahrung.» Nur wünschte er sich mehr männliche Kollegen, die ebenfalls als Freiwillige mitarbeiten würden. Begeistert von der ganzen Anlage zeigte sich Bruno Hort. Noch sei er zwar zu jung, könne sich aber gut vorstellen, einmal hier einzuziehen: «Mir gefällt es hier sehr gut.»

Nähe zum Zentrum ist wichtig

Ein rundes Jubiläum aber konnte nicht nur das Haus Ruggacker feiern. Auch das Haus Oberdorf sowie das Tageszentrum können auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Zur Feier des Tages wurde die Cafeteria im Haus Oberdorf zu einem Wiener-Café umfunktioniert, mit selbst gemachtem Apfelstrudel. Dieser sei während des Tages sehr gefragt gewesen, verriet Ruth Fuhrer, während Bewohner Hermann Stucki die Limmattaler Zeitung studierte: «Ich lese die Zeitung jeden Tag durch, man muss ja informiert bleiben.»

Vor allem die Nähe zum Zentrum und den Läden ist der Seniorenrunde wichtig. «Wir sind frei und können hingehen, wohin wir wollen», unterstrich Myrtha Eggler, die schon drei Jahre im Haus Oberdorf wohnt. Grundsätzlich sei auch sie mit dem Essen und den Zimmern zufrieden, vor allem den Balkon sei schön, sagte Ruth Isenring. Voll des Lobes war Maria Zehnder über den Gesamtleiter Christoph Schwemmer: «Er ist immer freundlich und versucht, jeweils das Beste herauszuholen.» Er war es auch, der das Kommando für den Schlussstrich der Party gab. An blauen und weissen Ballonen befestigten Besucher und Bewohner ihre persönlichen Wünsche und liessen sie gen Himmel ziehen.