Geroldswil
«Zumba heisst mitmachen» und das Motto war Bewegung

Bereits zum dritten Mal findet in Geroldswil der Gesundheitstag statt. Für die Besucher gab es, neben einer gratis Zumba-Lektion, viele weitere Möglichkeiten sich über einen gesunden Lebenswandel zu informieren.

Alex Rudolf
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Gesundheitstag unter dem Motto Bewegung
7 Bilder
Der Hörstest beim Amplibus wurde rege gemacht
Die alkoholfreien Drinks von Stefanie Damm dürfen auch Autofahrer und Kinder trinken
Ernährungsberaterin Petra Keller empfiehlt, ausgewogen zu essen
Rund eine Stunde tanzen die Leute zu lateinamerikanischen Klängen
Vor Allem junge Mädchen waren von der Zumba-Lektion angetan
Zumba ist die neue Trendsportart um sich fit zu halten

Gesundheitstag unter dem Motto Bewegung

Alex Rudolf

Lateinamerikanische Klänge dröhnen bis zur Bushaltestelle Geroldswil Zentrum. Der Grund: Auf dem Dorfplatz findet zum dritten Mal der jährliche Gesundheitstag statt. Der Publikumsmagnet und Epizentrum der lauten Musik ist die gratis Zumba-Stunde mitten auf dem Platz. Vier Zumba-Instruktorinnen animieren die aus rund 60 Menschen, darunter viele Kinder, bestehende Menge. Das Hinterteil wird geschwungen, die Arme in die Luft geworfen, zwischendurch presst die Menschenmasse einen Schrei in den Geroldswiler Himmel.

Noeline Schulz von der Gemeinde Geroldswil und Organisatorin des Gesundheitstages, freut das rege Treiben. Seit vergangenem Januar ist sie mit den Vorbereitungen für diesen Anlass beschäftigt. «Es ist schön zu sehen, dass sich die Arbeit gelohnt hat und die Menschen Spass haben», sagt sie. Nebst zahlreichen Aktivitäten gibt es für die Besucher aber auch viele Informationen. An den neun Ständen sind Profis am Werk, die auf Fragen der Bevölkerung Rede und Antwort stehen.

Gute Drinks ohne Alkohol

So auch Stefanie Damm. Die Projektmitarbeiterin der Zürcher Fachstelle für Alkohol und Drogenprävention im Strassenverkehr (ASN) zeigt den Besuchern, wie man auch ohne Alkohol gute Drinks mixen kann. Der beliebteste Drink am Tag ist der Funky Flip. Er enthält einen nicht unbeträchtlichen Teil Ananassaft. Um auch richtig in Stimmung für ein Getränk zu kommen, servieren Damm und ihr Team schalenweise gesalzene Erdnüsse. Gut, dass sich die Besucher einige Meter weiter bei Ernährungsberaterin Petra Keller über die verschiedenen Nahrungsmittel informieren können. Auf zwei grossen Tischen sind verschiedene Sorten Fleisch, Brote, Käse und Süssgetränke aufgedeckt. Neben den einzelnen Speisen steht jeweils die in dieser Portion enthaltene Ration Zucker – in Form von Würfelzucker. Petra Keller muss einige Leute ein bisschen beruhigen: «Es gab schon Besucher, die überrascht waren, dass eine Bratwurst viel fetthaltiger ist, als eine Poulet-Brust. Ich kann dann nur sagen, dass, man nicht verzichten soll, sondern bewusst essen», erklärt sie.

Eine ältere Besucherin sucht inzwischen Bruno Arena auf. Er macht im Amplibus von der Amplifon-Gruppe gratis Hörtests und berät die Passanten in Sachen Gehörschutz. Die Besucherin will von ihm wissen, ob denn diese Musik, die noch immer aus den Lautsprechern dröhnt, nicht enorm hörschädigend sei, man verstehe ja sein eignes Wort nicht, sagt sie. Bruno Arena beschwichtigt die Besucherin und erklärt, dass «das Musikhören nur schädlich für das Gehör ist, wenn die Lautstärke 100 Dezibel übersteigt und länger als eine Stunde auf einen einwirkt».

Gut, dass sich die Organisatoren abgesprochen haben, denn nach einer Stunde ist die Zumba-Lektion vorbei und die erschöpften Tänzerinnen und Tänzer sind durstig und stolz auf sich. Ganz nach dem Motto, das bei der Begrüssung verkündet wurde: «Zumba heisst mitmachen». Und das taten sie.