Dietikon

Zum Baustellenchaos auch noch das Virus: Jetzt wirbt die Stadt für Einkäufe beim lokalen Gewerbe

Mit Plakaten wie diesem auf dem Rapidplatz wirbt Dietikon für die einheimischen Geschäfte.

Mit Plakaten wie diesem auf dem Rapidplatz wirbt Dietikon für die einheimischen Geschäfte.

Die Stadt Dietikon hat angesichts der Coronakrise eine Kampagne für ein bewussteres Einkaufsverhalten lanciert.

Die Stadt Dietikon will ihre Einwohnerinnen und Einwohner für ein bewussteres Einkaufsverhalten sensibilisieren. Es gelte jetzt erst recht das lokale Gewerbe und die örtlichen Detailhandelsbetriebe zu unterstützen, sagt Standortförderer Adrian Ebenberger. Viele Geschäfte im Zentrum hätten in den vergangenen Monaten bereits wegen des Baus der Limmattalbahn gelitten. Nun kämen noch das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen hinzu. «Wir müssen etwas dafür tun, damit sich die in Dietikon ansässigen kleineren und mittleren Unternehmen halten können.»

Denn wenn einmal Hilfe gefragt sei, dann sei dies jetzt der Fall. Ebenberger richtet einen Appell an die Bevölkerung: «Wenn den Dietikerinnen und Dietikern der Detailhandel und das Gewerbe wichtig ist und sie auch in Zukunft deren Angebot vor Ort nutzen wollen, dann müssen sie jetzt aktiv ­werden.»

Eine Liste mit aktiven Unternehmen findet sich online

Mit einer Kampagne, die unter dem Titel «Mitenand für Dietike – jetzt erst recht!» steht, sollen die Einwohner dazu bewegt werden, wieder vermehrt in der Stadt einzukaufen. Wer eine Anschaffung plane, damit aber noch etwas zuwarten könne, soll diese nicht heute online über global tätige Unternehmen tätigen, sondern nach dem Ende der Krise das lokale Gewerbe berücksichtigen, regt die Stadt an. Zudem verweist sie darauf, dass trotz der vom Bund verhängten ausserordentlichen Lage verschiedene Betriebe weiterhin offen stünden, auch wenn teilweise nur eingeschränkt. Die Stadt hat auf ihrer Website eine Liste mit aktiven Unternehmen aufgeschaltet; dabei ist vermerkt, ob diese nun Lieferungen, Abholungen, telefonische Beratung oder andere Dienstleistungen anbieten. «Diese Liste wird laufend ergänzt und erweitert», sagt Ebenberger. Der Standortförderer hat auch mit der Suchmaschine search.ch eine Vereinbarung getroffen. Dietiker Unternehmen können dort angeben, welche Dienstleistungen sie in dieser Krisenzeit erbringen und wie sie geöffnet sind. Diese Firmeneinträge sollen in den nächsten Tagen freigeschaltet werden.

Für Mitte April ist auch noch ein Wettbewerb geplant

Die Kampagne «Mitenand für Dietike – jetzt erst recht!» ist mit Plakaten lanciert worden. Die Stadt wirbt auf 30 temporären Plakatstellen, die von SVP und EVP zur Verfügung gestellt worden sind, für Solidarität mit dem lokalen Gewerbe und dem örtlichen Detailhandel. «Corona geht uns alle an», heisst es auf den Kampagnenplakaten. Nach den Ostertagen werden zudem 12 000 Flyer an alle Haushalte in Dietikon verteilt. Für Mitte April ist im Weiteren ein Wettbewerb auf Sozialen Medien geplant. «Damit soll die Kampagne im Gespräch bleiben, sie soll Breitenwirkung entfalten», sagt Ebenberger. «Es sind schliesslich die lokal ansässigen Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, Lehrlinge ausbilden und das Ortsbild prägen.»

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