«Eine Woche voller Klänge» nannten die Verantwortlichen der Orgelfesttage in Schlieren die vergangenen Tage, in denen zur Feier der umfassend renovierten Metzler-Orgel in der reformierten Kirche verschiedene Anlässe stattfanden. Mit einem fulminanten Konzert nahm die Woche im Zeichen der Orgel am Sonntag ihr Ende.

Nicht nur spielten Hauptorganist Gilberto Fischli und seine Stellvertreterin Helene Gräser zwei Stücke zu vier Händen, sondern alle Schlieremer Chöre beteiligten sich am Konzert vor voll besetzten Rängen. Der Frauenchor unter der Leitung von Igor Retnev, der Trachtenchor, geleitet von Katharina Ruh, der Männerchor unter der Leitung von Christian Meldau – sie alle trugen zu einem tollen Konzert bei, wie es das in Schlieren so wohl noch nie gab.

Dass der Kinderchor der reformierten Kirche, mit Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren, den grössten Applaus erntete, hatte nicht nur mit dem ‹Jö-Effekt› zu tun. Denn der Gesang klang erstaunlich rein und ihre Leiterin, Ursula Bär, hatte die jungen Sängerinnen und Sänger bestens im Griff.

Dazwischen erfreuten zwei Solisten das Publikum. Igor Retnev, Leiter des Frauenchors, spielte Mozarts Andante in C-Dur auf der Querflöte, während Christoph Buchard auf dem Euphonium Werke von Händel und Toselli präsentierte. Beide Solisten wurden von Gilberto Fischlis virtuosem Orgelspiel begleitet.

Ganze Kirche wird zum Chor

Zum Abschluss löste sich die Grenze zwischen Sänger und Zuhörerinnen auf und die ganze Kirche sang als grosser Chor «Glory Halleluja». Dabei zeigte sich, dass die Akustik in der reformierten Kirche so gut ist, dass man sich regelmässige Konzerte in ihr vorstellen könnte. Mit dem grossen Auftritt am Sonntag wurde die renovierte Orgel gebührend eingeweiht und kehrt wieder in den Alltagseinsatz zurück. In Zukunft wird sie an Gottesdiensten und weiteren Konzerten zu hören sein.