Zürich
«Es wird keinen einzigen schlechten Platz geben»: Ein Blick ins neue Eishockeystadion der ZSC Lions

Der neue Hexenkessel der Zürcher Löwen nimmt Gestalt an. Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn stehen nun vor allem noch Arbeiten im Innern des Stadions an. Der Verein bezieht das Stadion voraussichtlich im August 2022.

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Das neue Eishockeystadion bietet dereinst 12'000 Zuschauern Platz.

Das neue Eishockeystadion bietet dereinst 12'000 Zuschauern Platz.

Michael Buholzer/Keystone

In rund einem Jahr werden die ZSC Lions ihr erstes Meisterschaftsspiel in ihrer neuen Heimat in Zürich Altstetten austragen: Die Bauarbeiten für das neue Stadion schreiten planmässig voran, wie ZSC-Chef Peter Zahner gestern während einer Baustellenbesichtigung sagte.

Inzwischen wurde mit der Dachkonstruktion begonnen. Sechs 6 Meter hohe und 84 Meter lange Dachstahlträger überspannen nun die gesamte Breite der Halle. Ab Ende des Jahres soll die Halle dicht sein. Nun, zweieinhalb Jahre nach Baubeginn, steht vor allem noch der Innenausbau an.

Platz für 12'000 Besucher

Die Verantwortlichen können den für August 2022 vorgesehenen Bezug ihrer neuen Heimat kaum erwarten. Für die ZSC Lions stelle die Arena einen Quantensprung dar und werde «einen Boost» geben, meinte Zahner. Von der neuen «topmodernen Infrastruktur» könnten alle Seiten – Fans, Spieler und Club – profitieren.

So bietet die Halle Platz für 12'000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Sitzplätze beginnen nahe am Spielfeld, und die Ränge steigen rasch empor. Von «Kompaktheit, Steilheit, Nähe», spricht der ZSC-Chef. «Es wird keinen einzigen schlechten Platz geben.»

Für die ZSC Lions stelle die Arena einen Quantensprung dar und werde «einen Boost» geben, meinte ZSC-Chef Peter Zahner bei einer Baustellenbesichtigung.

Für die ZSC Lions stelle die Arena einen Quantensprung dar und werde «einen Boost» geben, meinte ZSC-Chef Peter Zahner bei einer Baustellenbesichtigung.

Michael Buholzer/Keystone
Die Wände der 170 Meter langen und 110 Meter breiten Halle sind leicht gewellt. Dies verweist architektonisch auf Vorhänge in einem Theater – das ZSC-Projekt wurde einst als «Theater of Dreams» gestartet.

Die Wände der 170 Meter langen und 110 Meter breiten Halle sind leicht gewellt. Dies verweist architektonisch auf Vorhänge in einem Theater – das ZSC-Projekt wurde einst als «Theater of Dreams» gestartet.

Michael Buholzer/Keystone

Für die Lions wird ihre neue Heimat auch bessere Trainingsmöglichkeiten bieten. Direkt im Bau sind unter anderem eine Trainingshalle, ein 340 Quadratmeter grosser Kraftraum und Sprintbahnen untergebracht. Und der Club wird von der eigenen Halle wirtschaftlich profitieren können. So wird er in der Halle 14 Logen zu 12 Plätzen anbieten und im VIP-Businessclub bis zu 1200 Personen bedienen können.

Das Stadion soll – neben den Heimspielen der ZSC Lions – multifunktionell genutzt werden. Denkbar ist, dass darin andere Sportarten – Altstetten ist etwa als Austragungsort einer Handball-WM in der Schweiz im Gespräch – oder Anlässe wie Generalversammlungen durchgeführt werden. Einzig Konzerte werden darin nicht angeboten – zum Schutz der noch aktuellen Heimstätte, dem Oerliker Hallenstadion.

Von aussen fällt die neue Halle auf: Die Wände der 170 Meter langen und 110 Meter breiten Halle sind leicht gewellt. Dies verweist architektonisch auf Vorhänge in einem Theater – das ZSC-Projekt wurde einst als «Theater of Dreams» gestartet. Und die vielen kleinen, runden Fenster stellen Eishockey-Pucks dar.

Gestern feuerte Verteidiger Christian Marti in der Arena erste Torschüsse auf Goalie Ludovic Waeber ab.

Gestern feuerte Verteidiger Christian Marti in der Arena erste Torschüsse auf Goalie Ludovic Waeber ab.

Michael Buholzer/Keystone

Auch wenn die Swiss Life Arena in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Altstetten und direkt neben dem Autobahnast A1H erst im August 2022 eröffnet wird – die erste Eishockey-Action hat darin bereits stattgefunden.

Gestern feuerte Verteidiger Christian Marti in der Arena erste Torschüsse auf Goalie Ludovic Waeber ab. Bei einer Baustellenführung 2020, als erst der Rohbau stand und noch mehr grauer Beton dominierte, hatten die ZSC Lions ein erstes Bully inszeniert. (sda)

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