Herr Hofer, bisher wirkte die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) eher im Hintergrund. Wieso tritt man nun plötzlich an die Öffentlichkeit?

Bruno Hofer: Die Raumplanung ist im Moment in aller Munde. Das sah man etwa bei der eidgenössischen Volksabstimmung zum Zweitwohnungsbau. Die Nutzung des unvermehrbaren Raums wird immer mehr zum Thema. Die ZPL ist in diesem Bereich die prägende Instanz in der Region. Nur ist sie einem sehr kleinen Teil der Limmattaler Bevölkerung bekannt. Deshalb wollen wir zeigen, was die ZPL für das Limmattal macht.

Auch die Gemeindebehörden informieren über die Planungen und Projekte der ZPL. Was bringt es mir also, bei einem Ihrer Anlässe dabei zu sein?

Als Person, die sich für die Region interessiert, sieht man, was hier im Limmattal derzeit vor sich geht: Das Bevölkerungswachstum, die damit verbundene Bautätigkeit, und die Verkehrsproblematik sind Themen, die alle Gemeinden und ihre Einwohner beschäftigen. Es ist für sie sicher interessant, zu sehen, wer diese Pläne macht und hinter der Raumplanung in der Region steckt.

Und was wird dem Publikum an den Info-Abenden geboten?

Die Referate im Vorfeld der Diskussion bilden eine Auslegeordnung. Otto Müller wird als Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal das Big Picture aufzeigen. Heinz Schröder als Chefplaner des Limmattals erläutert bestehende Pläne und erklärt, wie solche Planungsinstrumente entstehen. Im Podium wird Ursula Hofstetter, die Gemeindepräsidentin von Geroldswil, aufzeigen, wie sich diese regionalen Planungen auf Gemeindeebene auswirken.

Es geht also mehr um Information als um Austausch mit dem Publikum?

Nein, keines Falls. Die Vertreter der ZPL stellen sich auch der Kritik und den Fragen des Publikums. Es ist sehr erwünscht, dass sich die Zuschauer einbringen.

Warum fiel die Wahl auf Urdorf und Oberengstringen als Austragungsort ?

Das Limmattal ist durch den Fluss getrennt. Das bringt es mit sich, dass man als regionale Organisation eine Brückenfunktion erfüllen kann. Deshalb wollen wir auf jeder Seite der Limmat einen Anlass durchführen. Schliesslich boten sich die Behördenvertreter von Oberengstringen und Urdorf im Vorstand der ZPL als Gastgeber an.

Bleibt es bei diesen zwei Veranstaltungen?

Nein, sie sind Teil einer längerfristigen Strategie. Ziel ist es, der ZPL ein Gesicht zu geben. Die Botschaft, die wir vermitteln wollen, ist: Unsere Institution hat die regionale Planung zum Wohle der Bevölkerung zum Inhalt und zum Ziel. Wir sind keine Technokraten, die in ihrem Elfenbeinturm vor sich hin basteln.