Erst vor einem Monat wurde ein Neonazi vom Zürcher Bezirksgericht zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er 2015 in Zürich-Wiedikon einen orthodoxen Juden angegriffen hat. Laut dem SonntagsBlick droht dem Frontmann der rechtsextremen Band Amok nun erneut Ärger mit der Justiz.

Hintergrund sind Drohungen auf einem 2014 veröffentlichten Album der Rechtsrock-Band Mordkommando. In ihren Liedern hetzt die Musikgruppe unter anderem gegen die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch und den TV-Moderator Kurt Aeschbacher. Der Sänger beschreibt, wie die zwei attackiert, gefoltert und umgebracht werden sollen – unter anderem aufgrund ihrer Homosexualität.

In einem weiteren Lied mit dem Titel «Bomben auf Wiedikon» brüllt er: «Synagogen sollen brennen wie einst in besseren Tagen.» Die Staatsanwaltschaft Zürich führt nun ein Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung und öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit, wie Sprecherin Corinne Bouvard dem SonntagsBlick bestätigt.

Noch richtet sich das Verfahren gegen unbekannt. Szenekenner sind aber sicher, dass es sich bei der Band Mordkommando um ein Projekt der 30-Jährigen handelt. Auch die Stimme auf dem Album soll seine sein.