Schlieren
Zu wenig Platz: Fällt die Stadtpark-Mauer wegen des Schlierefäschts?

Weil das Stadtfest auf einem zentralen Abschnitt der Badenerstrasse stattfinden soll, beabsichtigt die Stadt eine Öffnung zum Stadtpark. So soll Durchlässigkeit erreicht werden.

Alex Rudolf
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Entweder fällt die bewachsene Mauer östlich des Ortsmuseums (links) oder sie wird partiell geöffnet.

Entweder fällt die bewachsene Mauer östlich des Ortsmuseums (links) oder sie wird partiell geöffnet.

Alex Spichale

Das Schlierefäscht 2019 ist in vielerlei Hinsicht ein Besonderes. 50 Jahre wird es dann her sein, dass das Fest erstmals stattfand. Zudem ist es bereits die zehnte Austragung des Anlasses. Im kommenden Jahr gibt es aber noch mehr zu feiern: Denn die erste Etappe der Limmattalbahn wird dann fertig sein und die Tramlinie 2 bis nach Schlieren verkehren. Dies hat zur Folge, dass der Abschnitt der Badenerstrasse zwischen Schlieren Zentrum und Bachstrasse nicht mehr für den motorisierten Individualverkehr benutzt wird. Dieser wird rund um den Zentrumskreisel hin zur Geissweid und von dort wieder auf der Badenerstrasse geführt.

Im kommenden Jahr feiert man nicht nur das 50. Jubiläum des Schlierefäscht: Die erste Etappe der Limmattalbahn soll bis dann fertig sein und die Tramlinie 2 bis nach Schlieren verkehren.

Im kommenden Jahr feiert man nicht nur das 50. Jubiläum des Schlierefäscht: Die erste Etappe der Limmattalbahn soll bis dann fertig sein und die Tramlinie 2 bis nach Schlieren verkehren.

Limmattaler Zeitung

Der besagte Abschnitt soll als Festgelände für das Stadtfest genutzt werden, wie aus einem jüngst veröffentlichten Protokoll des Stadtrats ersichtlich ist. «Ein Gesuch zur Nutzung der Badenerstrasse fürs Schlierefäscht 2019 ans Tiefbauamt des Kantons Zürich ist ausstehend», schreibt der Stadtrat. Doch seien bereits positive Gespräche mit dem Kanton geführt worden.

Folgt die partielle Öffnung?

Der Stadtrat beabsichtigt bereits anlässlich des Stadtfestes, eine Öffnung des Stadtparks hin zum Abschnitt der Badenerstrasse zu ermöglichen. Dazu müssten jedoch Arbeiten an der rund 100 Meter langen, teils mit Efeu bewachsene Mauer zwischen Ortsmuseum und Kirchengasse vorgenommen werden. «An ihr müssten zur Optimierung des Festplatzes rund fünf Fussgängerpassagen geöffnet werden», so der Stadtrat weiter. Zudem zieht er auch in Erwägung, die Mauer ganz zurückzubauen. Die punktuelle Öffnung sei anlässlich eines Rundgangs mit dem Organisationskomitee des Schlierefäschts, der Präsidialabteilung sowie der Abteilung Bau und Planung festgelegt worden. Letztere wurde vom Stadtrat beauftragt, die Kosten für eine punktuelle Maueröffnung oder einen kompletten Rückbau ins Budget 2019 aufzunehmen und die baulichen Arbeiten Mitte des ersten Semesters des kommenden Jahres auszuführen.