Dietikon
Zu wenig Freiraum: Ältere Kinder kommen noch zu kurz

20 Einwohner nutzten die Gelegenheit, an erstmals angebotenen Rundgängen ihre Wünsche und Ideen für den städtischen Freiraum kundzutun.

Gabriele Heigl
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Austausch am Färberhüsli. Mit dabei : Stadtpräsident Otto Müller (hinten Mitte).

Austausch am Färberhüsli. Mit dabei : Stadtpräsident Otto Müller (hinten Mitte).

Zur Verfügung gestellt

«Freiräume» war das Thema, als am Samstag sechs der sieben Dietiker Stadträte mit Dietikerinnen und Dietikern zu Stadtspaziergängen aufbrachen. Erstmals waren diese Rundgänge angeboten worden. Die Stadt wollte so in Erfahrung bringen, welche Wünsche und Ideen die Einwohner zu Park- und Schulanlagen, Spiel- und Stadtplätzen sowie Begegnungsorten haben.

Das Stadtplanungsamt erhoffte sich dabei Inputs für die anstehende Richtplanüberarbeitung. Zwei Rundgänge standen zur Auswahl: vom Schulhaus Wolfsmatt über den Spielplatz Vogelau und die Hofackerstrasse zum Quartierzentrum Brunau sowie vom Kinderspielplatz Gjuch über die Quartierversorgung Badenerstrasse und das Schulhaus Steinmürli zur Bergstrasse. Teilgenommen haben rund 20 Einwohner aller Altersklassen.

Die Rundgänge hätten guten Anklang gefunden, so die städtische Kommunikationsbeauftragte Esther Pioppini. Die Stadträte hätten viele konstruktive Ideen sammeln können. Je nach Rundgang gab es unterschiedliche Schwerpunkte. Beim Schulhaus Wolfsmatt stand die Verkehrssituation im Zentrum der Diskussionen. So wünschten sich die Teilnehmer aus Sicherheitsgründen eine Verkehrsberuhigung beziehungsweise eine 30er-Zone um das Schulhaus. Zufriedenheit mit Qualität und Begehbarkeit des Schulhausaussenraums äusserten die Rundgangteilnehmer beim Schulhaus Steinmürli.

Bei den beiden besichtigten Spielplätzen wurden mehr Sitzgelegenheiten und eine Ausstattung gewünscht, die verschiedene Altersgruppen anspricht. Positiv gewürdigt wurde die schöne Anlage mit dem Baumbestand beim Spielplatz Vogelau. Beim Spielplatz Gjuch wurden insbesondere auch Spielgelegenheiten für ältere Kinder gewünscht. Als Beispiel für kleine Freiräume besichtigte die erste Gruppe die Hofackerstrasse, eine Wohnstrasse mit Sitzgelegenheiten und Tischen.

Die Anwesenden aus dem Quartier bekundeten ihre Wertschätzung für diesen kleinen Freiraum und wünschten vermehrt solche Begegnungsräume. Ähnliches zeigte die Besichtigung an der Bergstrasse mit dem kleinen Park und dem Färberhaus. Hier gab es positive Rückmeldungen, insbesondere weil er historische Qualität mit einem Naturerlebnis verbindet. Das Quartierzentrum in der Brunau wurde als guter Treffpunkt und Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf eingeschätzt. Für einige liegen die Läden an der Badenerstrasse nahe am Zentrum, sodass die Funktion als Treffpunkt eher untergeordnet ist. An beiden Orten wünschte man sich aber eine gestalterische Aufwertung.

Nun heisst es für das Stadtplanungsamt, die erhaltenen Inputs auszuwerten und sie in die Richtplanüberarbeitung einfliessen zu lassen. Die Ergebnisse werden an einer Infoveranstaltung im Herbst vorgestellt.