Schlieren

Zu gute Akustik im Stadtbüro Schlieren beeinträchtigt die Diskretion

Stadtpräsident Brühlmann und Geschäftsleiter Studer im Stadtbüro.fni

Stadtpräsident Brühlmann und Geschäftsleiter Studer im Stadtbüro.fni

Der Stadtrat soll prüfen, wie die Diskretion an den Schaltern im Stadtbüro gewährleistet werden kann. Das aktuelle System funktioniere nicht, so Gemeinderätin Gaby Niederer.

Die zentralen Bedieninseln im neu gestalteten Stadtbüro Schlieren sind laut Gemeinderätin Gaby Niederer (Quartierverein) nicht über alle Zweifel erhaben. Sie kritisiert die zu gute Akustik und die damit fehlende Diskretion.

Da nütze es noch nicht einmal etwas, sich taub zu stellen oder wegzuhören, schreibt Niederer in ihrem Postulat: «Ungewollt wird der ahnungslose Besucher zum Zuhörer und Mitwisser seines Schalternachbarn.» Er werde über «höchstpersönliche Angelegenheiten» in Kenntnis gesetzt, beispielsweise bei Fragen zu Sozialleistungen oder Steuerauskünften, zu Schulproblemen der Kinder oder über verloren gegangene Schlüssel. Niederer fordert deshalb den Stadtrat auf, eine Verbesserung der Situation zu prüfen.

Klagen aus der Bevölkerung

Zwar stünden im hinteren Bereich des Stadtbüros schallgetrennte Besprechungsräume zur Verfügung, so Niederer. «In der Praxis bleibt Diskretion jedoch eine Wunschvorstellung.» Denn um in einen solchen Raum zu gelangen, müsse der Besucher sein Anliegen erst dem Schalterangestellten unterbreiten. «Genau da ist aber keine Diskretion möglich», so ihre Ausführungen weiter. Ausserdem sei fraglich, inwieweit der Besucher überhaupt Kenntnis der Möglichkeit hat, einen diskreten Raum für eine Beratung zu verlangen. Laut Niederer würden sich viele Stimmen aus der Schlieremer Bevölkerung über diesen Zustand beklagen.

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