Verkehr
ZPL setzt sich für Temporeduktion auf Autobahnen ein

Temporeduktion kann zu einer Verflüssigung des Verkehrs führen. Die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) hält den Regierungsrat dazu an, ein entsprechendes Postulat trotz vorhergehender Ablehnung weiterzuverfolgen.

Alex Rudolf
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Das Postulat von René Gutknecht (GLP, Urdorf) und Andreas Hauri (GLP, Zürich) verlangte eine Obergrenze von 80 km/h auf den Autobahnabschnitten um Zürich. (Archivbild)

Das Postulat von René Gutknecht (GLP, Urdorf) und Andreas Hauri (GLP, Zürich) verlangte eine Obergrenze von 80 km/h auf den Autobahnabschnitten um Zürich. (Archivbild)

Keystone

Der Regierungsrat, die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und die Kantonsräte René Gutknecht (GLP, Urdorf) und Andreas Hauri (GLP, Zürich) sind sich einig: Bei sehr hohem Verkehrsaufkommen auf Autobahnen kann eine Reduktion der Geschwindigkeit zu einer Verflüssigung des Verkehrs führen.

Das Postulat der beiden GLP-Politiker, das generell eine Obergrenze von 80 Kilometern pro Stunde auf den Autobahnabschnitten um Zürich verlangte, wurde vom Regierungsrat im vergangenen November jedoch abgeschrieben. Dafür zeigt die ZPL wenig Verständnis. Das regionale Raumplanungsgremium, in dem Exekutivmitglieder aller Gemeinden des Bezirks Einsitz haben und von Dietikons Stadtpräsident Otto Müller (FDP) präsidiert wird, fordert in einem Schreiben von Ende März von der kantonalen Exekutive, Sofortmassnahmen zur Verkehrsentlastung der Region.

In der Kompetenz des Bundes

In der Antwort des Regierungsrates auf das Postulat vom November wird festgehalten, dass eine Temporeduktion zu einer Verflüssigung des Verkehrs führen kann. Doch wollte er das Postulat nicht der zuständigen Kommission überweisen, weil der Bund für das Temporegime auf Nationalstrassen zuständig ist. Die Fachdirektion des Kantons stünde mit dem Astra (Bundesamt für Strassen) jedoch in engem Kontakt und setze sich im Rahmen des technisch Möglichen und Zweckmässigen für Verbesserungen ein, heisst es in der Antwort vom November.

Für die ZPL ist dies jedoch nicht genug. In dem gestern veröffentlichten Schreiben an den Regierungsrat fordert sie sofortige Lösungen für die Verkehrsprobleme auf den Autobahnen im Raum Zürich. «Weil sich der Ausbau der Nordumfahrung immer weiter verzögert und damit die Verkehrsprobleme noch auf Jahre hinaus bestehen bleiben, erwartet die ZPL konkrete, auch aussergewöhnliche und allenfalls zeitlich befristete Massnahnen», heisst es im Schreiben.

Diese sollen die vom Ausweichverkehr betroffenen Gemeinden des Limmattals entlasten und den immensen volkswirtschaftlichen Schaden mindern, den die Staus auf der Nordumfahrung anrichten.

Dabei stellt sich die ZPL auf den Standpunkt, dass temporäre Geschwindigkeitsreduktionen durchaus eine geeignete Massnahme seien. Denn: Durch diese würde nicht nur der Verkehr flüssiger, auch die Umweltbelastungen nähmen ab. Konkret fordert die Planungsgruppe, dass der Regierungsrat alles unternimmt, um die Verkehrssituation mit Sofortmassnahmen zu verbessern. Diese könnten in Zusammenarbeit mit der ZPL erstellt werden und deren Realisierung beim Astra «vorgeschlagen, beziehungsweise eingefordert» werden, schreibt die ZPL.