Wettingen/Limmattal
Zivilschutzorganisation Wettingen und Limmattal sollen vereinigt werden

Per 1. Januar soll diese Vereinigung der beiden Organisationen gelten. Mit der Zusammenlegung wird ein Gebiet von 49 000 Einwohnern erreicht, die es erlaubt, künftige Aufgaben effizienter ausführen zu können.

Dieter Minder
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(Symbolbild)

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Keystone

«Die Organisationen passen sehr gut zusammen, wir haben ungefähr dieselben Risiken», sagt der Wettinger Gemeinderat Roland Kuster. Dazu zählen Autobahn, Bahnlinien, Hochwasser oder Erdrutsche. Wettingen soll Leitgemeinde der Zivilschutzorganisation (ZSO) Wettingen Limmattal und des Regionalen Führungsorgans (RFO) Wettingen Limmattal werden.

Gemeinderat Roland Kuster(Wettingen) und GemeinderätinPetra Kuster (Neuenhof).

Gemeinderat Roland Kuster(Wettingen) und GemeinderätinPetra Kuster (Neuenhof).

Für den Zusammenschluss spricht weiter, dass die seit Anfang Jahr aktive Regionalpolizei Wettingen Limmattal dieselben Gemeinden umfasst. Die Polizei ist eines der fünf Elemente des Bevölkerungsschutzes. Die anderen sind: Feuerwehr, Gesundheitswesen, Zivilschutz und technische Betriebe. Im «Gesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz im Kanton Aargau» sind die Aufgaben geregelt.

Die neuen Organe werden auf den bestehenden aufbauen. So soll Hans Matter, der heutige Kommandant der ZSO Limmattal, Kommandant der ZSO Wettingen Limmattal werden. Der amtierende Kommandant der Zivilschutzorganisation Wettingen, Kurt Riner, wird pensioniert.

280 Stellenprozent und 737 640 budgetierte Nettoausgaben

Wettingen als Leitgemeinde wird auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anstellen. Folglich wird Matter von Neuenhof nach Wettingen wechseln. Im Pensenplan sind 280 Stellenprozent vorgesehen. Würden die ZSO weiterhin getrennt bleiben, wären 300 Stellenprozent nötig, wird in der Vorlage für den Einwohnerrat festgehalten.

Mit der Zusammenlegung der beiden Zivilschutzorganisationen wird eine Grösse von 49 000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht, die es erlaubt, künftige Aufgaben effizienter ausführen zu können. Gemäss Einwohnerratsvorlage sind die Nettoausgaben 2014 für die neuen Organisationen auf 737 640 Franken budgetiert. Pro Kopf und Jahr sind das knapp über 15 Franken. Sollte der Zusammenschluss nicht zustande kommen, wäre mit über 40 Prozent höheren Pro-Kopf-Kosten zu rechnen, schreibt der Gemeinderat Wettingen.

Der für den Zusammenschluss notwendige Gemeindevertrag soll nach Vorliegen der rechtskräftigen Entscheide des Einwohnerrates Wettingen und der Gemeindeversammlungen der übrigen Gemeinden per 1. Januar 2014 in Kraft treten. Die kantonale Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz befürwortet den Zusammenschluss. Von der Reorganisation nicht betroffen ist Bergdietikon. Die Gemeinde ist zivilschutzmässig mit Dietikon verbunden.