Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage von Gemeinderat Werner Hogg (FDP) hervor. Dieser wollte vom Stadtrat wissen, ob er beim Kanton «eine Abgeltung der Belastung aufgrund der zentralörtlichen Aufgaben und der Bevölkerungsstruktur» verlangen würde - so wie das mit Geldproblemen kämpfende Winterthur es getan hat.

Doch der Zentrumslastenausgleich ist im Finanzausgleichsgesetz ausdrücklich nur für Zürich und Winterthur vorgesehen. Das Winterthurer Begehren, diesen Ausgleich nach oben anzupassen, wurde zudem abgewiesen: Die Spielregeln sollten «nicht vorzeitig geändert werden», hiess es laut Stadtratsantwort beim Kanton.

Zwei Arbeitsgruppen sollens regeln

Auf Initiative der Stadt Dietikon und der Gemeinde Regensdorf sei jedoch eine Arbeitsgruppe entstanden, die sich für Abgeltungen von Zentrumslasten kleinerer Gemeinden einsetzen will. In der Gruppe ist auch der Dietiker Finanzvorstand Rolf Schaeren (CVP) vertreten. Sie wird von einer externen Beratungsfirma begleitet; 2014 sollen erste Resultate vorliegen. Die Gemeinden seien «willens zusammenzuarbeiten und streben eine gemeinsame Lösung zur Abgeltung der zentralörtlichen Leistungen und der Sozialhilfekosten an», so der Stadtrat.

Grund dafür ist die steigende Unzufriedenheit der Bezirkshauptorte und Gemeinden ab einer Grösse von rund 17 000 Einwohnern mit dem neuen Finanzausgleich. Mit diesem würden ihnen zentralörtliche Leistungen «ungenügend abgegolten».

Mit einer Vertretung in einer weiteren, vom Kanton eingesetzten Arbeitsgruppe verfolgt Dietikon zudem das Ziel, Voraussetzungen für einen individuellen Sonderlastenausgleich aufgrund seiner hohen Sozialhilfekosten zu erarbeiten. Dieser individuelle Sonderlastenausgleich soll 2016 den Übergangsausgleich ablösen, wie der Stadtrat schreibt.