Schlieren
Zelgli-Kinder erhalten Lotsen für einen sicheren Schulweg

Die Schule Schlieren stellt für zwei Wochen eine Sicherheitsfirma an, die beim Überqueren der Engstringerkreuzung helfen soll.

Alex Rudolf
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Mit diesem Flugblatt verschafften die Eltern des Zelgli-Quartiers ihrem Unmut über die jetzige Situation Luft.

Mit diesem Flugblatt verschafften die Eltern des Zelgli-Quartiers ihrem Unmut über die jetzige Situation Luft.

Zur Verfügung gestellt

Ab Montag klingeln wieder die Schulglocken und Hunderte Schlieremer Schülerinnen und Schüler nehmen den Weg zur nächsten Bildungsstätte unter die Füsse. Für manche Eltern aus den Quartieren südlich der stark befahrenen Bernstrasse ist der Schulstart mit einem mulmigen Gefühl behaftet. Denn für die rund vierjährigen Kindergarten-Kinder sei die Engstringerkreuzung schlichtweg zu gefährlich, monieren zahlreiche Eltern.

Nun wird die Schule aktiv. In einem Schreiben, das die Eltern der Kindergärtner des Zelgli I und II diese Woche von Schulvorsteherin Bea Krebs (FDP) und Abteilungsleiterin Andrea Fus erhielten, gibt die Schule bekannt, dass die Überquerung der Bernstrasse künftig besser gesichert werden wird.

Grünphase zu kurz

So wird im Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt, darauf verwiesen, dass die Kreuzung ein grosses Thema ist. «Denn obwohl sie mit Fussgängerstreifen und Lichtsignalen gesichert ist, scheint die Überquerung für Kinder gefährlich, insbesondere, weil es die kurze Grünphase nicht erlaubt, die Strasse ohne Pause auf der Mittelinsel zu überqueren», heisst es. Seit längerem sei die Schulpflege an der Erarbeitung einer Lösung.

Damit die Kinder sicher in den Kindergarten gelangen, bis eine permanente Lösung vorliegt, wird ab dem ersten Schultag von Montag für vorerst zwei Wochen die Firma Outsec einen Lotsendienst betreiben, schreiben die Verantwortlichen. Die Mitarbeiter von Outsec würden jeweils morgens und mittags sowie an den zwei Schulnachmittagen die sichere Überquerung gewährleisten. Und wenn diese beiden Wochen vorüber sind? Auch dann will die Schule einen sicheren Weg gewährleisten. So strebe man einen schuleigenen Lotsendienst an. Dabei handle es sich um ein Projekt, das derzeit gemeinsam mit dem Elternforum Zelgli erarbeitet werde. Gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten» brachte Krebs den Vorschlag ins Spiel, dass sich Eltern zusammentun und gegenseitig abwechselnd die Kinder auf dem Schulweg begleiten.

Noch vor wenigen Wochen klang dies anders: Anfang Juli lancierte der Schlieremer Lehrer und Familienvater Andrin Brüderlin auf der Plattform «Petitio.ch» eine Unterschriftensammlung für einen sicheren Strassenübergang. Die kurzen Grünphasen gepaart mit dem grossen Verkehrsaufkommen mache die Überquerung Bernstrasse für Kindergartenkinder sehr gefährlich, monierte er. Fast alle Eltern hätten mit ihren Kindern schon Situationen erlebt, bei denen ein Unglück nur knapp habe verhindert werden können. Schulvorsteherin Krebs stellte sich stets auf den Standpunkt, dass Kinder den Schulweg selbstständig zurücklegen sollen, da dies zu ihrer Entwicklung gehöre und sie so wichtige Erfahrungen sammeln können. Zudem sei der Schulweg über die Bernstrasse zumutbar. Das habe man von der Schlieremer Polizei abklären lassen.

Es bleiben offene Fragen

Erst vergangene Woche wurde Brüderlins Petition der Stadt überreicht. Insgesamt unterstützen 223 Personen das Anliegen. Der Stadtrat hat nun sechs Monate Zeit, um eine Stellungnahme zu veröffentlichen.

Wie kam es zum Gesinnungswandel der Schulbehörden? Und wie viel lässt sich die Schule Schlieren das Aufgebot der Sicherheitsspezialisten kosten? Schulpräsidentin Krebs war am Freitag nicht erreichbar, eine Anfrage auf der Schulverwaltung blieb unbeantwortet.

2871 Schüler starten am Montag in der Schule Dietikon

292 Kindergarten-Kinder starten am kommenden Montag ihre Schulkarriere und 226 Schülerinnen und Schüler treten in ihr letztes Schuljahr in der 3. Sek ein. Insgesamt markiert der Montag für 2871 Schülerinnen und Schüler den Start ins Schuljahr 2018/2019, wie die Schule Dietikon mitteilte. Der Kindergarten verzeichnet 292 Neueintritte bei nun total 595 Kindern. Diese werden in insgesamt 34 Dietiker Kindergärten von 45 Lehrpersonen unterrichtet. In den ersten Klassen in den Schulhäusern Fondli, Steinmürli, Zentral, Wolfsmatt und Luberzen starten in diesem Jahr 329 Kinder ihre Primarschulzeit, das sind 33 mehr als im Vorjahr. Insgesamt besuchen 1603 Kinder diese Schulstufe. Die Sek zählt 673 Schülerinnen und -schüler, wobei davon 226 im letzten Schuljahr sind. Während die Primarschulkinder von insgesamt 121 Lehrpersonen unterrichtet werden, sind für die Sekundarstufe 43 Lehrerinnen und Lehrer zuständig. An sieben Standorten in Dietikon werden 423 Kinder ausserhalb der Blockzeiten betreut. Dies sind über 40 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Der Anteil Kindergartenkinder ist in dieser Zeit von 10 auf 24 Prozent angewachsen. Am besten besucht sind der Mittagstisch und der Abendhort. Im Durchschnitt essen die Kinder dreimal pro Woche im Hort zu Mittag.