Geroldswil

Zeitplan verfehlt – neues Zentrum wird im Juni 2020 fertig

Geroldswil erhält ein völlig neues Gesicht: So wird die neue Zentrumsüberbauung aussehen, wenn sie fertig ist.

Geroldswil erhält ein völlig neues Gesicht: So wird die neue Zentrumsüberbauung aussehen, wenn sie fertig ist.

Die Geroldswiler Zentrumsüberbauung verzögert sich um ein halbes Jahr. Denn der Zeitplan wurde zu sportlich angesetzt. Zudem ist eine zusätzliche Abstimmung nötig. Warum, erklärte der Gemeinderat am Montagabend.

Die Geroldswiler Zentrumsüberbauung verzögert sich um ein halbes Jahr. Wie Bauvorstand Willy Oswald (FDP) am Montagabend nach dem offiziellen Teil der Gemeindeversammlung mitteilte, können die Geroldswiler nicht schon im November, sondern erst am 21. Mai 2017 über den Kredit für die Zentrumsüberbauung abstimmen.

Der Baustart verschiebt sich auf das erste Quartal 2018. Der Bezug ist neu im Juni 2020 geplant. Grund: Der Zeitplan für das Projekt war schlichtweg zu sportlich angesetzt.

Gestaltungsplan entspricht nicht der Zonenordnung

Ebenfalls anders als erwartet ist die Baumasse des Projekts, gemessen in Kubikmetern, grösser, als es die Bau- und Zonenordnung erlaubt. Dies zeigte sich erst jetzt, wo das Projekt konkreter ist.

Nun kann der Gemeinderat den Gestaltungsplan nicht selber bewilligen. Stattdessen stimmt die Gemeindeversammlung am 5. Dezember darüber ab.

Bisher stellten sich die Geroldswiler stets hinter das Projekt, zuletzt vor genau einem halben Jahr, als sie den Projektierungskredit im Betrag von zwei Millionen Franken mit 208 von 210 Stimmen angenommen hatten.

1,2-Millionen-Franken-Verlust einstimmig genehmigt

An der Gemeindeversammlung genehmigten die 96 Stimmberechtigten die Rechnung 2015 einstimmig und diskussionslos. Die Jahresrechnung hatte mit einem Verlust von rund 1,2 Millionen Franken abgeschlossen.

Dieses grosse Minus muss man allerdings relativieren: In den 1,2 Millionen Franken Verlust sind 1 Million Franken zusätzliche Abschreibungen enthalten. Und das Budget sah eigentlich einen Verlust von knapp 1,7 Millionen Franken vor. Insofern überrascht die grosse Zustimmung nicht.

Zudem wählten die Stimmberechtigten Peter von Gunten ins zwölfköpfige Wahlbüro. Der 64-jährige Produktmanager wohnt seit 29 Jahren in Geroldswil, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

Sie setzte sich 14 Jahre fürs Volk ein: Nun geht Heidi Künsch

Er folgt auf Heidi Künsch, die zurückgetreten ist. Sie wurde am 10. Juni 2002 gewählt und hat an 23 Abstimmungssonntagen mitgearbeitet. Im Rahmen ihrer Tätigkeit für das Wahlbüro hat sie bei diversen Gesamterneuerungswahlen Stimmen gezählt.

An der Zahl waren es drei Gemeinderats-Erneuerungswahlen, vier Erneuerungswahlen für National- und Ständerat sowie vier Erneuerungswahlen für Kantons- und Regierungsrat. Ohne Wahlbüro-Mitglieder wie Heidi Künsch wären Abstimmungen und Wahlen nicht möglich.

Für ihren Einsatz für die Demokratie erhielt Künsch von der Gemeindeversammlung grossen Applaus.

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