Schlieren
Zauberkünstler Alex Porter verwandelte Stürmeiersaal in eine Fantasiewelt

Alex Porter hat die bewährtesten Zaubernummern in seinem Programm. Er kann aber auch eine poetische und unwirkliche Stimmung erzeugen. Das zeigte er bei seinem Auftritt in Schlieren.

Anina Gepp
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Alex Porter erklärt dem Publikum einen berühmten Kartentrick.

Alex Porter erklärt dem Publikum einen berühmten Kartentrick.

Anina Gepp

Das Licht geht aus, im Stürmeiersaal wird es stockdunkel. Die 180 Schlieremer Kulturabo-Gäste sind gespannt auf die erste Veranstaltung der Kulturkommission dieses Jahres. Als das Licht wieder angeht, ist die Bühne nur ganz schwach und bläulich beleuchtet. Vorerst sind nur die Umrisse eines Mannes zu erkennen, der auf einem Stuhl sitzt, der mit zwei Beinen in der Luft schwebt.

Der Mann auf dem Stuhl ist Alex Porter: Zauberer, Performer und Theatermacher. Nach 30-jährigem Schaffen vereint er in seinem Jubiläumsprogramm seine besten Nummern mit neuen und alten Geschichten und nimmt die Zuschauer mit in seine Fantasiewelt, wo Wirklichkeit und Zauberwelt miteinander verschmelzen.

n Alex Porter im Limmattal

Im Stürmeierhuus: 30. Oktober (15.00 Uhr), 14. und 27. November (20.00 Uhr), 11. Dezember (15.00), 10. (20.00 Uhr) und 18. Januar (15.00 Uhr), 4. Februar (20.00 Uhr), 5. (15.00 Uhr) und 6. März (20.00 Uhr), 9. (15.00 Uhr) und 11. April (20.00 Uhr)

Im Stadthaus Schlieren: 11. November (20.00 Uhr)

Bibliothek Schlieren: 13. Januar (20.00 Uhr), 20. und 27. Januar (20.00 Uhr)

Reformierte Kirche Schlieren: 21. März (20.00 Uhr)

Porter bringt das Publikum an diesem Abend zum Staunen und Lachen. Mit ihren Blicken scheinen einige Zuschauer zu fragen: «Wie macht der das nur?» Mit den Lichteffekten und der Musik wechselt die Stimmung im Saal. Manchmal ist sie heiter, manchmal poetisch, oft auch unwirklich. In einer seiner Nummern läuft aus Porters Händen Sand. So viel Sand, dass er ihn niemals alleine in seiner Faust hätte halten können. Er dreht sich im Kreis, singt, streckt die Arme von sich und lässt unaufhörlich Sand aus seinen Händen laufen. Er lässt auch den Gästen in der ersten Reihe Sand über die Knie rieseln. Einigen ist es mulmig zumute. Nur wenige trauen sich, den Sand zu berühren.

Wie es sich für eine Zauberershow gehört, dürfen auch Assistenten aus dem Publikum nicht fehlen. Ein grosszügiger Zuschauer vertraut Porter und leiht ihm eine Hunderternote. Schon nach einer Minute geht das Geld in Flammen auf. Porter singt Hansueli als Entschuldigung ein Reggae-Lied, in dem es darum geht, Geld zu rauchen. Porter raucht auch noch ein paar andere Gegenstände. Er zieht an einem iPhone oder an einer Handtasche und beide Male erscheint Rauch. Die Hunderternote taucht etwas später in einem Ballon wieder auf.

Doch auch bei grossen Zauberkünstlern funktioniert nicht immer alles wie geplant. Ein Gast, der gebeten wird, auf die Bühne zu treten und ihm zu assistieren, sucht schon bald wieder das Weite. Er hätte nun gerne fünf Flaschen Wein, ein Wasserglas, einen Champagner und einen Feuerlöscher aus dem Ärmel seines Jacketts gezaubert. «Eine meiner besten Nummern», versichert er dem Publikum und lacht über die gescheiterte Nummer.

Nach dem Auftritt diskutieren die Zuschauer über seine Tricks, treten näher an die Bühne heran und suchen nach Indizien, die seine Zauberei enttarnen würden. Doch nichts Verdächtiges gibt ihnen Hinweise. Die Stühle, die zuvor noch in der Luft schwebten, stehen wieder auf vier Beinen und die Seile, die Porter ohne Schere auseinanderschnitt und wieder zusammensetzte, liegen am Boden, als wäre nichts geschehen.

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