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Zauberhaftes Theater von 25 kleinen Engeln im Üdiker Huus

25 Kinder führten im Rahmen der «Chinder-Chile-Wiehnacht» unter der Leitung der reformierten Kirche das Theaterstück «De Stern vom Melvin» im Üdiker Huus auf. Die zahlreichen Gäste waren angetan von der Aufführung.

Ly Vuong
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«De Stern vom Melvin» im Üdiker Huus
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Schlange stehen beim Sternencasting.
Zum Abschluss wird "O du Fröhliche" gesungen.
Melvin und sein Stern von Betlehem.
Schlange stehen beim Sternencasting.
Pfarrer Vincent Chaignat begrüsst das Publikum.
Der Zuckerbäcker-Engel stellt sich vor.
Melvin und sein bester Freund Gamaliel.
Die Engeln betreten die Bühne.
Liebesengeln zeigen sich schüchtern vor dem Engel Gabriel.
Auch im Himmel muss man manchmal warten.
Die Engeln interpretieren "Manhattan" von Bligg.

«De Stern vom Melvin» im Üdiker Huus

Ly Vuong

Für das Weihnachtstheater im Üdiker Huus hat Ursula Müller aus dem Kinderbuch von Nathan Zimelmann «De Stern vom Melvin» ein Drehbuch verfasst. Das Stück spielt im Himmel, alle Kinder verkörperten einen Engel. «Es ist faszinierend, wie die Engels-Charakteren perfekt zu den einzelnen Kindern passen», sagte Müller.

Erste Lacher entlockte den Zuschauern Engel Gabriel, gespielt vom zehnjährigen Riley Sullivan, mit der Begrüssung: «Wir freuen uns, Sie alle bei uns im Himmel als Gäste begrüssen zu dürfen».

Im Himmel werden Sterne geputzt

Dass es auch im Himmel geschäftig zu und her geht, erfuhr das Publikum von den verschiedenen Engeln wie dem Mondengel, dem Schnee- oder Zuckerbäcker-Engel, die von ihren Aufgaben erzählten. So werde auch im Himmel gebacken, richtiges Benehmen gelernt oder Sterne geputzt.

Der grösste Traum vom kleinen Engel Melvin ist es, Sternenputzer zu werden. Schon viele Male hat er die Bewerbung um seine Traumstelle verpasst, weil er zu spät kam. Als es endlich doch klappt, erhält er nur einen kleinen Stern. Doch dies macht ihm nichts aus. Mit viel Engagement putzt und poliert Melvin seinen Stern. Er könne stolz auf sich sein, er mache seine Aufgabe gut, meinen seine Freunde. Sie ermuntern Melvin, am «Sternenputzwettbewerb» teilzunehmen. Melvin zögert und nimmt als Letzter am Wettbewerb teil. Gott wolle den Stern für einen Geburtstag verwenden, heisst es. Entgegen Melvins Erwartungen gewinnt sein Stern. Melvin hängt nun seinen Stern ins vorgesehene dunkle Wolkenloch und schaut zusammen mit seinen Freunden über die Stadt von Betlehem.

Berührt von dieser Hintergrundgeschichte zum Stern vom Betlehem sang das Publikum zusammen mit den Kindern, begleitet von der Organistin Jackie Rubi, das Lied «Das isch de Stärn vo Betlehem».

Selbstgenähte Kostüme

«Die Geschichte zeigt, dass etwas für uns als unbedeutend und klein Erscheinendes auf einmal doch wichtig werden kann», interpretierte Pfarrer Vincent Chaignat das Stück. Den Zuschauern gefiel es. «Es ist sehr schön zu sehen, wie Kinder mit Herz dabei sind. Einfach herzig», kommentierte Angelika Cincera ihren Eindruck. Remo Gioffreda fand die Aufführung «sehr cool».

Auch Janine Siegfried, Kirchenpflegepräsidentin, zeigte sich stolz: «Es ist uns gelungen, die Engelskostüme so zu gestalten, dass die Aufgaben der Engel klar ersichtlich sind. Die meisten Kostüme haben wir nämlich selber genäht.»

Zum Schluss beschrieb Siegfried ihren Lieblingsengel. Dieser lebe fernab vom Himmel und habe immer ein offenes Ohr und Zeit. Genau so einen Engel wünschte Siegfried dem Publikum.