Weiningen
Yvonne Brändle-Amolo und ihr Kampf für die erleichterte Einbürgerung

Seit 17 Jahren lebt Yvonne Brändle-Amolo in der Schweiz. Die gebürtige Kenyanerin ist eine erleichtert eingebürgerte Schweizerin. Ihre Erfahrung möchte sie anderen Migranten weitergeben und setzt sich deshalb für ein Ja bei der Abstimmung zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation ein.

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Unkontrolliert einbürgern? Daneben eine Frau mit Burka - ganz in schwarz: Disese Plakete des Komitee gegen eine erleichterte Einbürgung sind in der Schweiz zurzeit kontrovers diskutiert. Yvonne Brändle-Amolo aus Weiningen stört sich besonders an den Plakaten: «Ich finde das einen ganz billigen Weg, die Leute vom Thema abzulenken. Es geht schliesslich um die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation und nicht um Burka tragende Frauen.»

Für viele Migrantinnen und Migranten sei die normale Einbürgerung aber aufwändig und teuer. Zumindest jene, deren Familie schon seit drei Generationen in der Schweiz zuhause sei, sollten nicht den komplizierten Einbürgerungsprozess durchlaufen müssen. Die Schweiz sei eine Willensnation, argumentiert die Weiningerin.

Am 12. Februar stimmt das Schweizervolk über das Anliegen ab.

Yvonne Apiyo Brändle-Amolo bei ihrer Rede zum 1. August in Oberengstringen.
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Yvonne Apiyo Brändle-Amolo sprach auch über den klugen Umgang mit Migration.
Die 1. August-Feier in Oberengstringen Yvonne Apiyo Brändle-Amolo lockte mit ihrer Rede rund 200 Personen an.
Yvonne Apiyo Brändle-Amolo bei ihrer Rede in Oberengstringen.

Yvonne Apiyo Brändle-Amolo bei ihrer Rede zum 1. August in Oberengstringen.

Limmattaler Zeitung

Sie selbst hat sich vor vielen Jahren vorbildlich in die Schweizer Kultur integriert, so lernte sie beispielsweise Jodeln und besuchte Schwingerfeste. Trotzdem drohte auch Yvonne Brändle-Amolo der Verlust des Schweizer Pass, da sie sich nach neun Jahren von ihrem Schweizer Ehemann scheiden liess. Gemäss Gesetz jedoch zehn Jahre erforderlich wären. Solche Erfahrungen möchte sie anderen Migranten in der Zukunft ersparen.