Kloster Fahr

Würenlos stellt eine Million für das Kloster Fahr in Aussicht

Der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber erachtet eine Beteiligung an der Klostersanierung als Pflicht – Priorin Irene freuts. zim

Der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber erachtet eine Beteiligung an der Klostersanierung als Pflicht – Priorin Irene freuts. zim

Der Gemeinderat Würenlos will für die Sanierung der Anlage eine Million Franken zur Verfügung stellen. Der Betrag soll über zehn Jahre ausbezahlt werden. Das letzte Wort hat die Gemeindeversammlung.

«Das ist ein wichtiges Signal von Würenlos», zeigte sich Priorin Irene erfreut. Gestern gab die Standortgemeinde des Klosters Fahr bekannt, wie sie die Schwesterngemeinschaft bei den anstehenden Sanierungsarbeiten der Klosteranlage unterstützen will.

Wie der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber erklärte, wird der Gemeinderat der Einwohnergemeindeversammlung vom 5. Juni einen Verpflichtungskredit über eine Million Franken beantragen. Die Beiträge sollen in jährlichen Tranchen à 100 000 Franken ausbezahlt werden. Der Beginn der Zahlungen sei auf das nächste Jahr terminiert.

«Angesichts der finanziell angespannten Lage der Gemeinde hat sich der Gemeinderat eingehend mit der Höhe eines Beitrages auseinandergesetzt», sagte Reber. Man habe nach einer finanziell tragbaren Lösung suchen müssen. Insgesamt braucht das Kloster rund 20 Millionen Franken für die Renovierungsarbeiten, davon elf Millionen in den nächsten fünf Jahren.

Tragbare Lösung gesucht

«Dem Gemeinderat erscheint grundsätzlich eine Beteiligung im Bereich von zwei Millionen Franken, also rund zehn Prozent des Gesamtbedarfs, als angemessen», so Reber. Allerdings wäre es nicht richtig, heute einen Kredit von zwei Millionen Franken zu beschliessen, der auf eine Laufzeit von 20 Jahren festgelegt sei. Deshalb solle vorerst ein Beitrag von einer Million Franken über 10 Jahre bewilligt werden. «Nach Ablauf dieser Periode kann die Gemeindeversammlung über eine weitergehende Beteiligung entscheiden», hielt Reber fest.

Der Gemeinderat, so Reber, sei sich bewusst, dass es sich um eine zusätzliche Belastung der Gemeindefinanzen handle. «Die Gemeinde Würenlos hat aber seit Bestehen der Beziehungen zum Kloster noch nie einen namhaften Betrag an den Erhalt der Gebäude beigesteuert», sagte der Gemeindeammann. Zudem sei der Erhalt dieser historischen Klosteranlage nach Meinung des Gemeinderaters von grosser Bedeutung. Er erachte es deshalb als Pflicht, sich an der Sanierung nicht nur ideell, sondern auch finanziell zu beteiligen.

Sanierung startet diesen Herbst

Im Kloster selber hofft man, dass nun auch andere Gemeinden, bei denen man nach einer Unterstützung angefragt hat, dem Beispiel Würenlos folgen, sagte Priorin Irene. «Bislang sind rund eine Million Franken an Spenden eingegangen. Für weitere 500 000 Franken haben wir eine feste Zusage», so die Priorin.

Das sei auch dringend notwendig. So habe das Kloster die Auflage, die Elektroinstallationen sofort zu sanieren. Man wolle noch diesen Herbst mit den Arbeiten beginnen. Diese würden ein bis eineinhalb Jahre dauern und rund zwei Millionen Franken kosten. Weitere 500 000 Franken seien für die Installation einer Brandmeldeanlage vorgesehen.

«Bereits im Sommer wollen wir die Holzschnitzelheizung ersetzen. Die dafür notwendigen 350 000 Franken werden wir wohl aus der laufenden Rechnung finanzieren», hielt die Priorin fest. Das Kloster selber werde jährlich 200000 Franken an die Sanierungsarbeiten beisteuern.

Nebst diesen kurzfristigen Arbeiten müssen mittelfristig unter anderem auch der Kirchturm neu verputzt sowie die Fresken im Friedhof restauriert werden. Ebenfalls saniert werden die schlecht isolierten Fenster. Langfristig müssen die Fassaden, Dächer und Innenräume erneuert werden.

Führung Am 28. April lädt Würenlos zu einer Führung durchs Kloster Fahr, an der über die Sanierungsprojekte informiert wird. Start ist um 16 Uhr. Im Anschluss wird ein Bus der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen auf den Namen Kloster Fahr getauft.

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