Limmattal
Wohnungen im Limmattal: lieber mieten statt kaufen

Lieber mieten als kaufen: Lediglich 26,3 Prozent aller Wohnungen im Limmattal sind Eigentumswohnungen. Damit liegt die Wohneigentumsquote deutlich tiefer als in anderen Regionen im Kanton Zürich - einzig in der Stadt Zürich wird noch weniger gekauft.

Sarah Fuhrer
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Mietwohnungen sind im Limmattal beliebter als Eigentumswohnungen (Symbolbild)

Mietwohnungen sind im Limmattal beliebter als Eigentumswohnungen (Symbolbild)

Keystone

«Grund dafür sind die neuen Projekte, die im Limmattal entstanden sind, wie das Limmatfeld in Dietikon sowie Futura und Gartenstadt Schlieren», erklärt Giuliana De Rinaldis, stellvertretende CEO der CSL Immobilien AG. «In diese Projekte sind institutionelle Investoren involviert, die an Mietwohnungen als Anlage interessiert sind.»

WGs und Einzelpersonen

Diese Wohnungen sind sehr beliebt, da die Projekte über eine gute Infrastruktur verfügen und in Bahnhofsnähe liegen. «Und das trotz des Lärms - gerade Bewohner von Mietwohnungen sind sehr lärmunempfindlich», so De Rinaldis. Es seien häufig berufstätige Paare ohne Kinder, Wohngemeinschaften oder Einzelpersonen, die eine Wohnung für eine begrenzte Zeit suchen und sich nicht längerfristig binden wollen.

Neue Hypothekarfinanzierung
Ein anderer Grund für die Zunahme von Mietwohnungen sieht Giuliana De Rinaldis in den neuen Mindestanforderungen für Hypothekarfinanzierungen: Bisher wurde der Betrag, den Käufer einer Wohnung selber beisteuern müssen, oft vollumfänglich aus der Pensionskasse genommen. Seit dem 1. Juli 2012 ist das nicht mehr möglich: Mindestens zehn Prozent des Belehnungswertes der Liegenschaft muss der Käufer mit echten Eigenmitteln aufbringen können. «Dadurch können sich weniger Personen eine Eigentumswohnung leisten», erklärt De Rinaldis.

«Die Banken akzeptieren zudem den Immobilienmarktpreis, der über Angebot und Nachfrage zustande gekommen ist, verstärkt nicht mehr. Das erachten wir als problematisch.» Banken stützten sich laut De Rinaldis auf eigene Bewertungen, die tiefer als der Marktpreis lägen. «Käufer müssen so noch zusätzliche Eigenmittel aufbringen, um die Differenz zwischen der Bewertung der Bank und dem effektiven Kaufpreis zu decken.» Dieses Risiko sei vielen zu hoch, so De Rinaldis.