Dietikon

Wohnblöcke statt Kornfeld: Die Planung im Niderfeld wird konkret

Wo heute Korn wächst, soll dereinst gewohnt und gearbeitet werden.jpg

Wo heute Korn wächst, soll dereinst gewohnt und gearbeitet werden.jpg

Die Stadt leitet die nächsten Schritte ein, um im letzten grossen Entwicklungsgebiet ein neues Quartier zu realisieren. Nun werden die Gestaltungspläne erarbeitet.

Mit einer Fläche rund 40 Hektaren ist das Niderfeld im Westen Dietikons eines der letzten grossen, zusammenhängenden Entwicklungsgebiete im Limmattal. Nachdem die Stadt Mitte Mai den Masterplan präsentierte, der die angestrebte städtebauliche Struktur aufzeigt, werden nun die Gestaltungspläne ausgearbeitet.

Wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt, hat er den Auftrag für die beiden im Niderfeld zu erarbeitenden Gestaltungspläne sowie die notwendige Anpassung der Bau- und Zonenordnung beziehungsweise der kommunalen Richtplanung vergeben. Mit den Gestaltungsplänen «soll das im Masterplan festgehaltene städtebauliche Konzept in grundeigentümerverbindliche Planungsinstrumente überführt werden», heisst es weiter.

Kernstück des neuen Quartiers ist die Parkanlage, um die sich sämtliche Baufelder anordnen. Im Westen hin zur Mutschellenstrasse ist gemäss Masterplan im Raum Bodacher/Eigi ein Arbeitsplatzgebiet vorgesehen. Dort ist unter anderem eine Parzelle für ein Logistikzentrum der Firma Planzer reserviert. Im Südosten, im Raum Chrüz, entlang der Überlandstrasse, ist eine Mischnutzung aus Dienstleistungsbetrieben in den Erdgeschossen und Wohnungen angedacht. Im Nordosten, im Raum Grabacher, soll eine reine Wohnzone entstehen.

Laut Mitteilung des Stadtrats sieht die Bau- und Zonenordnung von Dietikon für jede der drei Bauzonen eine Gestaltungsplanpflicht vor. Aufgrund der Ergebnisse aus dem städtebaulichen Studienverfahren, aus dem der Masterplan hervorging, sei nun ein Gestaltungsplan für das Gebiet Bodacher/Eigi und einer für die Gebiete Chrüz und Grabacher vorgesehen. Die Zusammenfassung der Gebiete Chrüz und Grabacher in einen Gestaltungsplan mache aus sachlichen Gründen Sinn, da funktional und baulich enge Abhängigkeiten bestünden, so der Stadtrat. «Aus diesen Überlegungen wäre auch die Erarbeitung eines einzigen Gestaltungsplans für das gesamte Niderfeld denkbar. Diese Option soll offenbleiben und im Verlaufe der weiteren Arbeiten endgültig entschieden werden», heisst es weiter.

Gemäss Stadtrat sollen die beiden Gestaltungspläne Bodacher/Eigi und Chrüz/Grabacher aufgrund des ausgewiesenen öffentlichen Interesses als öffentliche Gestaltungspläne unter der Federführung der Stadt ausgearbeitet werden. Gründe dafür seien beispielsweise die Regelungen der Landabtretungen mit Ausnützungstransfer für den Park, die in der Bau- und Zonenordnung der Stadt Dietikon vorgegeben sind oder die definitive Festlegung der Trasseeführung der Limmattalbahn.

Beim Gestaltungsplan Bodacher/Eigi komme hinzu, dass dort auch der Rahmen abgesteckt werde, in welchem eine grossflächige Logistiknutzung im Gebiet Eigi realisiert werden könnte. Denn der Stadtrat hatte Ende 2014 beschlossen, dass für die Realisierung eines Logistikzentrums die entsprechenden Nachweise und Projektkonkretisierungen in einem ergänzendem Gestaltungsplan durch Planzer erbracht werden müssen.

Gleichzeitig mit der Erarbeitung der Gestaltungspläne werden auch die Bau- und Zonenordnung und in Teilen der kommunale Richtplan angepasst. Laut Stadtrat müssen sämtliche Festsetzungen als Gesamtpaket zusammen mit den Gestaltungsplänen erfolgen, da die verschiedenen Planungsinstrumente Teile einer Gesamtlösung sind, der insgesamt zugestimmt werden muss. Ziel der Stadt ist es, dass bis zur Inbetriebnahme der Limmattalbahn um 2022 die ersten Baufelder im Niderfeld die Baureife erlangt haben.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1