Crevetten-Spiess auf Tagliatelle mit Rucola und Pinienkernen oder pochierte Seeteufelbäggli mit gemischtem Reis und Knackerbesen: Diese Speisekarte lässt sich sehen. Das Alterszentrum am Bach in Birmensdorf erhebt für sich den Anspruch, seinen Bewohnern eine Wohlfühloase zu bieten. Nun, ein Jahr nach der Eröffnung, blicken die Verantwortlichen zurück und ziehen ein erstes Fazit.

«Wir sind gemäss unseres Businessplans gut unterwegs», hält Bruno Letsch, Präsident der Genossenschaft Alterszentrum am Bach, fest. Obschon die Pflege und die Betreuung der Bewohner den Hauptteil ausmachen, sei auch die integrierte Spitex und die Anlaufstelle für Altersfragen zu erwähnen.

«Wir haben jetzt schon eine Vollbelegung erreicht. Damit haben wir erst im kommenden Jahr gerechnet», freut sich Zentrumsleiter Andreas Grieshaber. Auch der eingefahrene Verlust im ersten Jahr von 1,3 Millionen Franken stimme mit dem Budget überein.

So seien die Zimmer seit der Eröffnung am 8. Oktober 2012 kontinuierlich belegt worden. Das Gros des Personals aber war schon von Beginn an nötig, erklärt Werner Haab, verantwortlich für den Bereich Finanzen. Der Verlust werde jedoch in den kommenden Jahren wieder erwirtschaftet werden können, ist er sich sicher.

Im Moment stammt gut die Hälfte der Bewohner aus Birmensdorf, Aesch und Arni. Weitere 20 bis 25 Personen kommen aus anderen Gemeinden. Den Rückhalt der Bevölkerung widerspiegeln ebenso die über 300 abgesetzten Anteilscheine von jeweils 3000 Franken Wert.

Begehrte Menus im «Bistro am Bach»

Wichtig für die Zentrumsleitung ist auch das Feedback der Bewohner. So würde auch schon mal zusammen anhand einer Degustation ein Wein ausgesucht. Noch wichtiger ist aber das Essen: Vier Vollzeitköche sorgen im Alterszentrum für das leibliche Wohl.

Die Rückmeldungen und die Tatsache, dass täglich bis zu 35 externe Personen im «Bistro am Bach» essen, bestätige die Bemühungen. Manchmal sei sogar eine Reservation nötig, wissen Lisbeth Job und Erna Bataillard. Als Externe kämen die beiden gerne ins Alterszentrum: «Es ist immer sehr gut und preiswert.»