Feuerwehr Bergdietikon
Wo Rauch ist, ist nicht immer Feuer: Hauptübung lockt viele Zuschauer an

Die Feuerwehr Bergdietikon hat am Freitagabend ihre jährliche Hauptübung durchgeführt.

Fabienne Eisenring
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Bei der jährlichen Hauptübung arbeiten die Bergdietiker Feuerwehrleute für einmal vor Publikum, das ausdrücklich zum Gaffen eingeladen wurde.
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Das Szenario. Ein PKW kracht in den vor einem Haus parkierten Traktor, der daraufhin Feuer fängt. Das Feuer greift aufs Haus über.
Um 19 Uhr geht der Alarm bei der Feuerwehr ein. Fünf Minuten später sind die ersten Einsatzkräfte da. Die Uhr tickt.
Im 9 Metern über Boden liegenden Stockwerk befindet sich eine Figurantin, die es zu retten gilt. Dazu verwendet wird eine Schiebeleiter mit max. 12 Metern Länge.
Hauptübung der Feuerwehr Bergdietikon 2017
Hauptmann Christian Krähenbühl skizziert den Lageplan.
Ein transportabler Hochleistungslüfter wird eingesetzt, der Räume von Rauch, Hitze und Flammen befreit.
Einsatzkräfte von Intermedic sind vor Ort und betreuen eine der Figurantinnen.
Zum Schluss wird der fingierte Brand in der Scheune gelöscht. Die Übung hat rund 20 Minuten gedauert.
Die Schläuche für Schnellangriffe sind 100 Meter lang und werden direkt vom Tanklöschfahrzeug gespiesen.
Das offene, hell erleuchtete Feuerwehrauto ist ein Blickfang für die Zuschauer.
Gut drei dutzend Schaulustige hatten sich zur Hauptübung im Unteren Schönenberg in Bergdietikon eingefunden.
Die Truppe stellt sich auf zur Übungsbesprechung.
Übungsleiter Claudio Schildknecht (rechts) und Einsatzleiter Marcel Bögli besprechen die Übung.
Die Mannschaft sei speditiv gewesen, die Reihenfolge «Retten, Schützen, Löschen» wurde eingehalten, rekapituliert Lt. Claudio Schildknecht. Verbesserung bedürfe das Schlauchmanagement.
Weiteres Lob gibt es von Hauptmann Christian Krähenbühl. Die Mannschaft sei schnell vor Ort gewesen und habe gut zusammengespielt.
Dann stellen sich der erste und der zweite Zug für die Beförderungszeremonie auf.
Die Fahne der Feuerwehr Bergdietikon darf bei der Beförderungszeremonie nicht fehlen.
Zur Zeremonie werden die Helme montiert.
Marcel Bögli (links) wird zum Leutnant befördert und erhält von Vizeammann Urs Vogel (rechts) einen neuen Helm. Kevin Lüchinger und Roman Probst (hinten) wurden zum Korporal befördert.
Der Bergdietiker Vizeammann Urs Vogel (SVP) lobt die Einsatzkräfte der, wie er sagt, «besten Feuerwehr», für ihre Leidenschaft bei der Arbeit.
Leandro (6) hat für die Hauptübung sein Feuerwehrkostüm angezogen. Was er später einmal werden will, dürfte klar sein.

Bei der jährlichen Hauptübung arbeiten die Bergdietiker Feuerwehrleute für einmal vor Publikum, das ausdrücklich zum Gaffen eingeladen wurde.

Fabienne Eisenring

Rauch quillt durchs offene Küchenfenster der Familie Bögli. Hilferufe sind aus dem Dachstock zu hören. Im Flutlicht von drei Feuerwehrautos spurten die Einsatzkräfte mit Leitern zum Gebäude. Und dann sind da drei Dutzend Schaulustige, die das ganze Szenario filmen. Stören tut das keinen. Schliesslich sind Zuschauer an der Hauptübung der Feuerwehr Bergdietikon am Freitagabend erwünscht.

«Eingespielt und speditiv»

Nach 20 Minuten sind die Figuranten gerettet, Haus und Scheune im Unteren Schönenberg gesichert und der fingierte Brand gelöscht. Übungsleiter Claudio Schildknecht ist zufrieden: «Die Mannschaft war eingespielt und speditiv.» Im Anschluss wird Einsatzleiter Marcel Bögli zum Leutnant befördert.

Seine Kameraden Kevin Lüchinger und Roman Probst rücken zum Korporal auf. Das Schlusswort hat der Bergdietiker Vizeammann Urs Vogel (SVP): «Es zeigte sich, wir haben eine gut ausgebildete Feuerwehr. Hoffen wir, dass sie selten zum Einsatz kommt.» Beeindruckt ist auch Leandro (6). Er zupft an seinem rotgelben Kostüm und eigentlich erübrigt sich die Frage, was er einst werden will: «Füürwehrmaa!»