Entsorgung

Wo die Christbäume zu Feuer und wo sie zu Kompost werden

Weihnachtsbäume sorgen ein letztes Mal für Wärme: In Schlieren und Aesch werden dieses Jahr ebenfalls Christbäume verbrannt.

Weihnachtsbäume sorgen ein letztes Mal für Wärme: In Schlieren und Aesch werden dieses Jahr ebenfalls Christbäume verbrannt.

Aesch und Schlieren laden zur Christbaumverbrennung, derweil die Bäume in anderen Gemeinden als Grüngut entsorgt werden.

Die Weihnachtsbäume erhalten von Tag zu Tag eine gräulichere Farbe. Doch bevor jemand auf die Idee kommt, noch einmal Kerzen an die dürren Äste zu stecken, haben die Aescher vorgesorgt. Diesen Sonntag ab 17 Uhr findet das erste Weihnachtsbaum-Verbrennen auf dem Kiesplatz beim Feuerwehrdepot der Feuerwehr Birmensdorf-Aesch statt. «Wir rechnen mit etwa 30 Weihnachtsbäumen», sagt Feuerwehrkommandant Michael Heynen. Wer einen Weihnachtsbaum bringe, erhalte gratis einen Glühwein oder einen Punsch. «Es ist auf alle Fälle besser, man bringt den Weihnachtsbaum vorbei, als dass wir einen Hausbesuch machen müssen», sagt er. Denn ein trockener Tannenbaum brenne sehr schnell und könne innert Minuten zu einem Wohnzimmer-Vollbrand führen. Umwelttechnisch gesehen sei die Verbrennung kein Problem: Es führe zu gleich viel CO2-Ausstoss, ob man den Baum verbrenne oder vermodern lasse.

Einzig die Feinstaubbelastung in der Luft nehme aufgrund des Feuers über kurze Zeit zu. «Doch verglichen mit den Bränden, die wir an unseren Einsätzen antreffen, hält sich der Feinstaub eines Holzfeuers in Grenzen», sagt Heynen. Das Weihnachtsbaum-Verbrennen sei ein geselliger Anlass, bei dem die Feuerwehr Wienerli mit Brot verkaufe. Die Zuschauer könnten sich auch eine eigene Bratwurst über der Glut braten. Der neue Anlass in Aesch zeigt schön, wie unterschiedlich die Limmattaler Weihnachtsbäume entsorgt werden.

Der Birmensdorfer Dorfweihnachtsbaum zum Beispiel wird nicht verbrannt, sondern gehäckselt.
Die Feuerwehr Geroldswil-Oetwil führt kein Weihnachtsbaum-Verbrennen durch. «Das haben wir auch nie so gemacht», sagt Feuerwehrkommandant Reto Zwick. Die alten Weihnachtsbäume würden meist mit dem Grüngut abtransportiert.

Die Weininger Bäume landen im Anhänger

Weiningen organisiert ebenso kein Weihnachtsbaum-Verbrennen. Das Dorf folgt aber einer anderen Tradition: Am 9. Januar sammeln Landwirt Kaspar Frei und die Brüder Kaspar und Heiri Meier im Auftrag der Gemeinde Weihnachtsbäume ein. Die Bedingung ist einzig, dass die Anwohner diese ohne Schmuck an die Strasse stellen. Der Landwirt rechnet mit vier Anhängern voll Holz.

«Danach werden diese zu Kompost verarbeitet und später bringen wir diesen wieder auf dem Feld aus», sagt Kaspar Frei. Er züchtet und verkauft regionale Weihnachtsbäume. Mit dieser Aktion schliesse sich der natürliche Kreislauf, das sei ökologisch am sinnvollsten. «Wir hatten auch schon grosse Exemplare, die man mit der Motorsäge halbieren musste. Da ist es einfacher, wir machen das, als wenn diese von der Grünabfuhr abgeholt werden», sagt Frei.

In Unterengstringen wurden früher Weihnachtsbäume unter der Regie des Elternvereins verbrannt. Doch dies sei bereits länger nicht mehr gemacht worden, sagt Gregor Balzer vom Feuerwehrverein Engstringen.

Der Feuerwehrverein von Schlieren organisiert am 11. Januar ab 16 Uhr beim Alten Reitplatz in Schlieren ein Weihnachtsbaumverbrennen. «Wir vom Verein bringen Getränke, zudem kann man Würste grillieren. Der ganze Anlass läuft im gemütlichen Rahmen ab», sagt Goran Topic vom Feuerwehrverein Schlieren. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Verein den Anlass für die Dorfbevölkerung veranstaltet.

In Dietikon werden die Weihnachtsbäume nicht verbrannt, sondern regulär entsorgt.

Die Feuerwehr Urdorf bot einen Neujahrsapéro an, dafür sieht sie von einem Feuer mit den Weihnachtsbäumen ab. «Das haben wir nie gemacht», sagt Feuerwehrkommandant Thomas Bollinger. Er empfiehlt, die Bäume im Grüngut oder zum Häckseln abzugeben.

Auch in Uitikon ist das Weihnachtsbaum-Verbrennen nicht bekannt. «Wir machen das nicht», sagt Feuerwehrkommandant Werner Oetiker. Am 8. Januar findet die Christbaumabfuhr mit dem Grüngut statt. Dort könne man den ausgedienten Baum abgeben.

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