Sie fliegen meterhoch durch die Luft, wirbeln an ihren Gegnern vorbei oder blocken Angriffe ab – am Streethandballturnier wird weder den Viert- bis Sechstklässlern noch deren Zuschauern langweilig. Jeweils zehn Minuten lang schenken sich die Teams, zusammengesetzt aus den einzelnen Klassen des ganzen Limmattals, keinen Ball. Danach wird gejubelt und geweint, wie sich das gehört an solchen Turnieren. Dabei treten klingende Namen wie Bad Boys, Stars Girls, Yolos, Ghosthunters oder Blue Storm gegeneinander an.

Die Organisatoren sind begeistert: «Der Einsatz der Schüler ist grossartig», so Martin Lehmann, Hauptorganisator und Schulsportverantwortlicher aller drei Limmattaler Handballvereine. «In den Schulen wurde immer weniger Handball gespielt, dem wollten wir mit unserem Turnier entgegenwirken.» Und obwohl die Vereine deshalb noch nicht mehr Zuwachs spüren, scheint der Funke übergesprungen zu sein. Das beweist nicht nur die Anzahl der Teams, die von Beginn an immer etwa gleich geblieben ist, sondern auch das steigende Niveau der Schüler. Und auch die Lehrer scheinen sich mit der Spezialvariante Streethandball, das keinen Körperkontakt erlaubt, besser anfreunden zu können.

«Es macht sehr viel Spass», betont Carolina (11) aus Schlieren, obwohl sie sonst eigentlich Fussball spielt. Auch Robin (10) aus Birmensdorf, Torwart der Fireballs, ist begeistert: «Sonst spiele ich Unihockey und turne, aber hier und in der Schule finde ich Handball super.» Kein Wunder, gewann seine Mannschaft doch das Duell der Viertklässler. Bei den Fünftklässlern setzten sich die Star Boys durch, während die Schlieremer Girls die Mädchenkonkurrenz für sich entschieden. Die Resultate der letzten Kategorie standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

Als Dank für die Teilnahme dürfen alle Schüler gratis an ein Spiel der Swiss Handball League. Und wer weiss, vielleicht sieht man den einen oder anderen von ihnen auch einmal dort spielen. Das Potenzial scheint jedenfalls vorhanden.