Die orangen Einkaufskörbli am Eingang des Schlieremer Salmensaals lassen den Besucher bereits die drinnen wartenden Schnäppchen erahnen.

Fröhliches Babyquieken empfing jeden, der am Mittwoch zur Baby- und Kinderkleiderbörse kam. Viel mehr Freude, als an den Röckli und Hösli, die ihre Mamis kaufen, haben die Kleinen aber daran, ein Kleidungsstück nach dem anderen wieder aus den Körben zu nehmen.

Die fleissigen Helfer der Kinderkleiderbörse Schlieren erzählen, wie sie für Ordnung sorgen.

Die fleissigen Helfer der Kinderkleiderbörse Schlieren erzählen, wie sie für Ordnung sorgen.

«Immer wieder treten Eltern an uns heran, die heilfroh sind, dass es die Kinderkleiderbörse gibt», sagt Daniela Kilchenmann vom Verein «Baby- und Kinderkleiderbörse». Die Kinder würden so schnell wachsen, dass man unentwegt neue Kleider brauche, was doch sehr ins Geld gehe. Die engagierte Mutter muss es wissen, hat sie sich doch vor über zehn Jahren aus eben diesem Grund mit Freundinnen die Hol-und- Bring-Aktion gegründet: «Zu Beginn, war meine älteste Tochter zwei Jahre alt. Dieses Jahr wird sie 14.»

Da jedes Kleidungsstück für wenige Franken verkauft wird, würden die Leute die Kleider nicht wegen des Geldes an die Kinderkleiderbörse bringen. «Viele Eltern sehen es als sinnvoll an, die Kleider ihrer Kinder weiterzugeben, da diese ja nur wenige Monate getragen wurden.» Die Babys aus der Gründungszeit sind heute Teenager und als fleissige Helfer immer noch mit dabei. Eine Arbeit, in die sie sozusagen hineingeboren wurden.