«Ich denke, es sind wieder zwischen 400-500 Zuschauer wie an den anderen Schweizer Matches», sagt Marco Lazri, Veranstalter des Public Viewings in Schlieren. Er musste im Vorfeld 170 Leuten absagen, die noch einen Sitzplatz reservieren wollten. Sie mussten sich mit einem Stehplatz begnügen. «95 Prozent der Zuschauer sind Schweizer», sagt Lazri. Viele sind ganz in Rot erschienen und verharren bis zur letzten Minute solidarisch und nervös auf ihren Bänken.

Auch nach dem Gegentor haben die meisten die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es für das Viertelfinal reicht. Gleichzeitig mit hupenden Fans im Stadion ertönt auch im Zelt lautes Gehupe und ein «Hopp Schwiiz». Selbst in den letzten Minuten singen die Fans den Spielern in Russland noch Mut zu.

Doch mit zunehmender Zeit steigt die Anspannung, die verpassten Chancen werden mit Kopfschütteln quittiert und schliesslich ist die Schweizer Niederlage mit dem Schlusspfiff Tatsache und der bittere Nachgeschmack wird mit einem Bier runter gespült. «Schweden war so schlecht, dass die Schweiz ihnen sogar beim Toreschiessen helfen musste», ärgert sich ein Fan. (lyl)