Abstimmung
Wirtschaftsverbände des Limmattals gegen die Wohnungs-Initiative

Die vier Wirtschaftsverbände des Limmattals sprechen sich gegen die eidgenössische Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» des Mieterverbandes aus.

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Die vier Wirtschaftsverbände des Limmattals sprechen sich gegen die eidgenössische Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» des Mieterverbandes aus. (Symbolbild)

Die vier Wirtschaftsverbände des Limmattals sprechen sich gegen die eidgenössische Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» des Mieterverbandes aus. (Symbolbild)

Thinkstock

Die Vorlage, die am 9. Februar 2020 an die Urne gelangt, entpuppe sich «bei genauerem Hinsehen als Mogelpackung», halten der Gewerbeverband Limmattal, die Wirtschaftskammer Schlieren, der Industrie- und Handelsverein Dietikon sowie die Spreitenbacher Vereinigung für Industrie, Dienstleistung und Handel in einer gemeinsamen Medienmitteilung fest.

Denn der Titel suggeriere, dass es in der Schweiz zu wenig bezahlbare Wohnungen gebe, heisst es in der Mitteilung. Doch: «Derzeit herrscht ein rekordhoher Wohnungsleerbestand.» Es stünden 75'000 Wohnungen leer, und dies nicht weil sie zu teuer wären. Zudem würden viele weitere Wohnungen – vor allem kosteneffiziente Kompaktwohnungen – noch gebaut. «Eine zusätzliche, staatlich geförderte Überhitzung auf dem Wohnungsmarkt würde sich negativ auf unsere Pensionskassenguthaben auswirken.» Und schliesslich würde die Initiative staatliche Quotenvorgaben und Vorkaufsrechte für die öffentliche Hand mit sich bringen. Diesen Systemwechsel lehnen die vier Wirtschaftsverbände ab. Zumal die «bisherige Politik im Grossen und Ganzen doch sehr gut funktioniert». (liz)