«Ein Restaurant gehört ins Dorf. Das macht viel aus», sagte vor Wochen Aeschs Gemeindepräsident Hans Jahn, als noch nicht klar war, was mit der Gaststätte passieren wird, der einzigen im Dorf, in dem nunmehr schon 1100 Einwohner leben.

Die Situation wurde akut, als die Restaurant-Besitzer, das Wirteehepaar Heinz und Sandra Rinner, vor einiger Zeit ankündigten, die Dorfbeiz zu schliessen. Rinner hatte die Gemeinde informiert, er werde eine neue Stelle antreten.

Neue Lösung, gut für Gemeinde

Nun hat sich alles in Minne aufgelöst. Das Ehepaar Rinner hat, entgegen ursprünglichen Plänen, das Haus behalten, ursprünglich wolle es die Beiz an die Gemeinde zurückverkaufen. Und es wurde gar eine Pächterin gefunden. «Eine erfahrene Wirtin», wie der Gemeinderat mitteilt. Das «Landhus» sei ab 3. September 2013 wieder offen.

Die Gemeinde besitzt bekanntlich das Rückkaufs- und Vorkaufsrecht an der Gaststube. Schliesslich hat sie das Restaurant 2004 an die Rinners verkauft unter der Bedingung, dass während mindestens 15 Jahren eine Wirtschaft betrieben werden muss. Aufgrund von Verhandlungen und unter dem Aspekt der drohenden Schliessung hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, den Rückkauf so schnell wie möglich der Gemeindeversammlung zu unterbreiten.

Weil letzte Woche der Vertrag zwischen Verpächter und Pächterin unterzeichnet worden ist, muss sich die Politische Gemeinde nicht mehr um eine Lösung kümmern, der Rückkauf ist vom Tisch. Das bedeutet auch, die auf 11. September 2013 angesetzte Gemeindeversammlung entfällt.

Gemeindeversammlung abgesagt

Der Gemeinde kommt diese Entwicklung entgegen. Der Gemeindepräsident zur Limmattaler Zeitung: «Wir waren eigentlich nicht so erpicht darauf, selber zu wirten oder einen Wirt zu suchen, wollten aber auch im Interesse des Dorfes rasch handeln», sagt Jahn. Und weiter: «Wir sind froh, dass das Restaurant weiterläuft und wünschen der Pächterin und ihrem Team viel Erfolg.»

Zweites Geschäft verschoben

Die Stimmberechtigten hätten an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 11. September über ein weiteres Geschäft beraten müssen: Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mit punktuellen Ansätzen. Dieses Geschäft wird aufgrund der aktuellen Entwicklung verschoben und an der Gmeind vom 4. Dezember traktandiert.