Am Montag im renovierten Alterszentrum Weihermatt: Noch ist nicht alles an seinem Platz – vor allem die Möbel noch nicht. Doch Weihnachten will man gewiss hier feiern. Der Umzug soll vom 10. bis 14.Dezember stattfinden.

Bevor es aber so weit kommt, erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe des Generalunternehmers an Vertreter des Gemeinderats.

So nahmen Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner und Andreas Herren, Gesundheitsvorstand, das begehrte Stück in die Hände, auf dass das Heim bald wieder belebt sein wird. Bekanntlich sind die Bewohner in die Alterssiedlung unterhalb der Weihermatt umgezogen, damit gebaut hatte werden können.

Andreas Herren blickte zurück, als die Urdorfer vor 24 Monaten den Schlüssel den Planern übergeben hatten. Diese, das Architekturbüro Pfister/Schiess/Tropeano und der Generalunternehmer Arigon, hätten die Sache mit viel Herzblut angegangen. Dieses sei nun im Gebäude drin.

Eine Aufgabe für alle

Die Gemeinde dürfe das Haus nun offiziell wieder in die eigene Verantwortung übernehmen. «Jetzt liegt es an uns, dass wir das Haus wieder mit Leben füllen», blickt Herren in die nahe Zukunft.

Dies sei nicht etwa die Aufgabe alleine von Gesamtleiter Alfred Sigrist, sondern diejenige aller. «Wenn Sie am Frühling und Sommer hier vorbeikommen, werden Sie sagen, tolle Sache», erklärte er den Anwesenden, darunter auch Leute aus der Verwaltung und Mitarbeiter der beiden ausführenden Teams.

17 Monate Bauzeit

Architekt Thomas Pfister erinnerte an den Beginn der Renovation. 2006 gewann sei Büro den Wettbewerb, weitere zwei Jahre dauerte es, bis das Vorprojekt fertiggestellt war.

Damals sei man geschockt gewesen, als sich herauskristallisiert habe, dass das Projekt teurer als geplant würde.

Man habe mit der Renovation und dem Verzicht auf den Abbruch aber die richtige Variante gewählt. 2009 wurde der 29-Millionen-Kredit an der Urne deutlich bewilligt. 2010 erfolgte die GU-Submission und die vergangenen 17 Monate wurde gebaut.

Mehr Stellen als früher

Das Heim zählt 91 Betten, davon 72 in der Pflege- und 19 in der Demenzabteilung. Die Stellen werden von 55,5 Vollzeit- auf 80 Vollzeitstellen erhöht. 80 Prozent der Erhöhung beträfen die Aufstockung bei der Pflege, wie Gesamtleiter Alfred Sigrist ausführte.

Die Bevölkerung sollte sich den 1.Juni 2013 merken: Dann findet der Tag der offenen Tür statt.